Die weite Welt des WorldWideWeb stand im Mittelpunkt eines Vortrages, den die Unternehmerfrauen im Handwerk in der Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) in Bielefeld besuchten. Nach einer Kurzvorstellung der Akademie und den dort angebotenen Studiengängen durch den Geschäftsführer Prof. Dr. Richard Merk ging es in Vorträgen über das Web 2.0 gleich zur Sache. Prof. Dr. Stefan Bieletzke und Prof. Dr. Manfred Leisenberg, beide Lehrkräfte an der FHM, beantworteten elementare Fragen rund um das Thema.

 

Dabei staunten die 16 Teilnehmerinnen nicht schlecht, welche großen Einfluss das Internet heute auf unternehmerische Tätigkeiten haben kann. So berichtete Prof. Dr. Stefan Bieletzke von der Macht des Endkunden mittels diverser Plattformen wie Youtube schlechten Produkten den Garaus machen zu können. Unternehmen sollten deshalb identifizieren, so der Experte, wo über ihre Belange gesprochen werde. Dabei rät er den Firmen, zuerst einmal zuzuhören. Nach der Identifizierung der Krisenorte im Web sollte im zweiten Schritt eine Diskussionsteilnahme angestrebt werden. Und zwar auf Augenhöhe! Denn nur so könne das Ziel der Beeinflussung der Kunden-Gemeinschaft erreicht werden. 

 

„Web 2.0 verstärkt aber nicht nur die Schwächen des Unternehmen, es verstärkt auch starke Produkte“, so der Wissenschaftler. Denn digitale Mundpropaganda von Kunde zu Kunde sei glaubwürdiger als jede Werbung. Unternehmen könnten das Web 2.0 aber auch positiv für interne Prozesse nutzen. Ganz nach dem Motto „Enterprise 2.0“ könnten interne Blogs, Wikis oder Microblogging-Dienste zur Schnellkommunikation eingesetzt werden. Aber auch die Integration in die Wertschöpfungskette biete Chancen.