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Diamantener Meisterbrief Albert Seibert

Foto 1: Seltene Auszeichung: Für Dr. Klaus Seibert, Obermeister der Kfz-Innung Paderborn-Höxter, ist es eine besondere Ehre, seinem Vater Albert Seibert den Diamantenen Meisterbrief zu überreichen. Über diese seltene Auszeichnung freuen sich auch Ehefrau und Mutter Ilse Seibert und Peter Grohmann, stellvertretender Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn (von links).
Verschmitztes Lächeln, kleine Witzeleien: Noch mit 86 Jahren zeichnen Albert Seibert Humor, Schlagfertigkeit und insbesondere Fachinteresse aus. Auch an seinem ganz besonderen Ehrentag ist der rüstige Ruheständler um ein Späßchen nicht verlegen. Als er aber dann den Diamantenen Meisterbrief überreicht bekommt, das zudem von seinem Sohn Dr. Klaus Seibert, dem Obermeister der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Paderborn-Höxter, ist er doch sichtlich gerührt. Immerhin hat die Auszeichnung Seltenheitscharakter und zwar in doppelter Hinsicht. Selbst in einer so großen Innung wie die Kfz-Innung, kommt es eher selten vor, dass ein Diamantener Meisterbrief übergeben wird. Noch seltener ist es, wenn diese Ehrung dann durch den Sohn vorgenommen wird. Für mich ist dies heute daher eine ganz besondere Ehre, sagte Obermeister Dr. Klaus Seibert. Die besten Wünsche der Kreishandwerkerschaft Paderborn übermittelte der stellvertretende Geschäftsführer Peter Grohmann. Sie sind ein Urgestein des Handwerks. Unter den vielen Betrieben der Kfz-Innung gibt es nur wenige die, wie sie Benzin im Blut haben, gratulierte Grohmann. Der Meisterbrief sei ein sichtbares Zeichen für Ehrlichkeit, Beharrlichkeit, Fleiß und Qualität. Die Faszination für die Automobiltechnik hat Albert Seibert neben drei weiteren Brüdern von seinem Vater geerbt. Nach seiner Gesellenprüfung, die er unter schwierigsten Bedingungen während der Kriegszeit absolvierte, legte Albert Seibert im Juni 1951 mit Erfolg die Meisterprüfung ab. Zwei Jahre später zog Albert Seibert mit seiner Familie von Braunschweig nach Brakel um und eröffnete dort seine erste Kfz-Reparaturwerkstatt. Bereits 1957 konnte mit dem Neubau an der Driburger Straße begonnen und damit der Grundstein für die Zusammenarbeit mit Volkswagen gelegt werden. In den zurückliegenden Jahren hat der Brakeler Volkswagenhändler den Betrieb immer wieder modernisiert und erweitert. 1979 entstand in Beverungen ein weiterer Volkswagenstandort. Gern erinnert sich der Jubilar an die Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs, die er mit Können, Fleiß und Ausdauer zum stetigen Ausbau des Unternehmens nutzte und somit nachhaltig Arbeitsplätze schuf. Seibert ist nicht nur Zeitzeuge der westfälischen Autogeschichte, sondern hat auch mit Visionen, Tatkraft und Ausdauer an der automobilen Entwicklung in Brakel und Umgebung aktiv mitgewirkt. Besonders gefreut hat es ihn, dass seine beiden ältesten Söhne das Unternehmen fortgeführt haben. Gerne schaut der noch rüstige 86-Jährige mal im Betrieb vorbei, um sich zu informieren. Albert Seibert hat viel erreicht. Dabei wurde er stets von seiner Ehefrau Ilse, mit der er seit 64 Jahren verheiratet ist, tatkräftig unterstützt. Sie war für ihn kaufmännische Stütze, motivierender Ansporn und verständnisvolle Partnerin zugleich. Sie war auch die vom lieben Gott gewollte Bremse, wenn mein Vater es beruflich allzu kräftezehrend trieb, stellte Dr. Klaus Seibert in seiner Laudatio heraus. Ganz zu schweigen von der täglich wirksamen Blitzableiterfunktion. Albert Seibert nickte zustimmend und lächelte seine Frau verschmitzt an. Wir haben das alles nur gemeinsam erreichen können. Meine Frau hat mit stets die Erfolgsleiter gehalten, auf der ich Stufe um Stufe hinauf klettern konnte, zeigte sich der Jubilar dankbar.
Quelle: Helga Krooß, Freie Mitarbeiterin Zeitung Neue Westfälische
