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Oktober 2010

Backwaren werden teurer

Brot und Brötchen werden zum Jahresende teurer. Die Gründe dafür sind nach Aussage der Innung für das Nahrungsmittelhandwerk Paderborn steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie höhere Personalkosten. Erwartet wird eine Preisanhebung von durchschnittlich zwei bis drei Prozent für das gesamte Sortiment.

„Insbesondere höhere Rohstoffpreise machen den Bäckereien im Kreis Paderborn das wirtschaftliche Überleben schwerer“, erklärt der stellvertretende Obermeister der Innung für das Nahrungsmittelhandwerk Georg Loske und verweist in diesem Zusammenhang auf die zu erwartende Preiserhöhung bei den Backwaren. Das Getreide sei teilweise doppelt so teuer wie im Vorjahr, wobei die Ausgaben für Weizen in den vergangenen sechs Monaten sogar um mehr als 90 Prozent gestiegen seien. Und auch der Mehlpreis habe gleich zweimal zugelegt, im August und im September. Darüber hinaus setze der an Schärfe zunehmende Wettbewerb mit den Discountern und der Brotindustrie vor allem die kleineren und mittleren Betriebe immer stärker unter Druck.

Zudem fielen, so Loske, auch die Erhöhungen der Personalkosten ins Gewicht. Ein Bereich, der inzwischen den größten Kostenfaktor in der Branche darstelle. „Die tariflichen Löhne in den rund 14.500 Betrieben des deutschen Bäckerhandwerks mit 291.000 Mitarbeitern sind in den vergangenen Jahren durchschnittlich um 2,5 bis 3 Prozent gestiegen“, berichtet dazu Peter Grohmann, stellvertretender Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn. Auch die Ausbildungsvergütung sei 2008 und 2010 kräftig erhöht worden. „Und zudem beeinflussen last but not least zusätzlich noch die gestiegenen Energiekosten die Preiskalkulation“, fügt Loske hinzu.

Der Bäckermeister bittet stellvertretend für all seine Berufskollegen um das Verständnis der Verbraucher für die zu erwartende Teuerung und bemerkt: „In den letzten zehn Jahren sind die Preise nur sehr moderat gestiegen. Und das trotz der schon seit längerer Zeit schwer kalkulierbaren „Mixtur“, bestehend aus Rohstoff-Spekulanten, politischen Förderentscheidungen und Missernten.“ Jetzt allerdings müssten die Bäckereibetriebe handeln, um nicht am Ende mit einem nicht mehr zu verkraftenden Minus dazustehen.

Je nach Produkt könnten die Aufschläge unterschiedlich ausfallen, klärt Bäckermeister Loske auf, wobei wegen der deutlichen Verteuerung der Butter beispielsweise bei Croissants von einem höheren Zuschlag auszugehen sei als bei Mehrkornbrötchen. Über die Höhe der jeweiligen Anhebung entscheide jedoch jeder einzelne Betrieb schlussendlich in eigener Verantwortung.