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April 2010

Goldener Meisterbrief an Johannes Sander

Den Goldenen Meisterbrief für seine 50-jährige Tätigkeit als Malermeister erhielt nun Johannes Sander aus den Händen vom Obermeister der Maler- und Lackiererinnung Paderborn Dietmar Ahle und Innungsgeschäftsführer Carl-Christian Goll.

Als der Vater des Jubilars, Malermeister Hermann Sander, im Jahr 1929 seinen Malerbetrieb in Etteln gründete, ahnte er sicher nicht, dass er damit den Grundstein für ein sehr erfolgreiches Familienunternehmen legte. Schon damals beschäftigte das Unternehmen sechs Gesellen und zwei Lehrlinge. Mit dem Erwerb eines alten Bauernhauses in der Ortsmitte von Kirchborchen entstand 1933 nicht nur ein Wohnhaus für die fünfköpfige Familie, sondern zusätzlich ein Handwerksbetrieb.

Mit Ausbruch des Krieges kam der Betrieb zum Erliegen und Hermann Sander wurde zum Wehrdienst einberufen. Mit der Entlassung aus der Gefangenschaft erfolgte ein Neubeginn. Die Stallungen des Wohnhauses wurden so umgebaut, dass neben einem Farbengeschäft ein zusätzliches Farben- und Glaslager entstehen konnten. Bereits 1950 waren wieder acht Gesellen und zwei Lehrlinge für die Firma tätig, die mehr und mehr Glasarbeiten verrichtete.

Johannes Sander war von Jugend an im väterlichen Betrieb tätig. Zuerst als Lehrling, dann als Geselle und nach Beendigung der Innungsfachschule in Bielefeld (1960) folgte der Meisterbrief im Malerhandwerk. Durch den unerwarteten Tod seines Vaters im selben Jahr wurde der damals 24-Jährige verantwortlich für alle Geschäftstätigkeiten und war fortan Chef von zwölf Gesellen und drei Lehrlingen.

Das Produkt "Glas" als Baustoff rückte immer mehr in den Vordergrund der Geschäftstätigkeiten. Als auf Grund der Energiekrise, zu Beginn der 70er Jahre, auch der Bedarf an Isoliergläsern stetig zunahm, absolvierte Johannes Sander 1978 in Wochenendseminaren die staatliche Glasfachschule in Rheinbach und bestand im gleichen Jahr die Glaser-Meisterprüfung vor der Handwerkskammer in Köln.

Zusammen mit seiner Familie, seiner Frau Marianne und seinen vier Kindern, blickte er optimistisch in die Zukunft. So entstand 1980 eine neue Industriehalle mit 1500qm Produktionsfläche, in der mit modernen Maschinen Isolierglas für die Region produziert wurde. Die Ansprüche wuchsen mit dem Kundenstamm und so stellt das Produkt Glas auch heute noch stetig neue Herausforderungen - wie die Herstellung von Glasdächern, Wintergärten, Glasfassaden und Industriehallen.

Durch die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland und dem damit verbundenen Wiederaufbau Ost war die Auftragslage des Unternehmens so gut, dass 1995 ein weiteres Firmengebäude errichtet wurde. Somit konnte das Unternehmen dem wachsenden Anspruch am konstruktiven Glas- und Metallbau gerecht werden.

1989 stieg der Sohn des Jubilars, Hans Hermann Sander, als dritte Generation der Familie in den Betrieb ein. "Optitherm-Sander" hat heute über dreißig Mitarbeiter, die in unterschiedlichen Berufen – Maler, Glaser und Metallhandwerk -  zum Gelingen der Arbeit beitragen.