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Handwerk fordert Mehrwertsteuer-Senkung
Die Kreishandwerkerschaft Paderborn fordert von der Bundesregierung, die im Hotel- und Gaststättengewerbe seit Jahresbeginn geltende Mehrwertsteuersenkung auch auf handwerkliche Dienstleistungen auszudehnen. Mit dem Gesetz zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums hat die Bundesregierung den Mehrwertsteuersatz für Übernachtungen von 19 auf sieben Prozent verringert. Vor diesem Hintergrund fordert die Kreishandwerkerschaft (KH), nun auch bei handwerklichen Dienstleistungen entsprechend nachzuziehen.
Der Handwerker, so die KH, könne häufig die Mehrwertsteuer nicht an seine Privatkunden weitergeben. Durch eine Reduzierung der Steuer fielen allerdings die Rechnungen erheblich günstiger aus, was eine höhere Nachfrage zur Folge hätte und zudem der Eindämmung der Schwarzarbeit zugute käme.
In 18 EU-Staaten würden heute bereits ermäßigte Mehrwertsteuersätze gelten, und zwar beispielsweise für arbeitsintensive Handwerksleistungen- wie Reparaturen, Renovierungs- und Reinigungsarbeiten- sowie teilweise auch für Pflegedienste, die Angebote von Friseurgeschäften und Kosmetikstudios.
Michael Lutter, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn verweist in diesem Zusammenhang auf die in Frankreich erfolgte Minderung der Verbrauchssteuer, die die Schwarzarbeit verringert, mehr legale Arbeitsplätze geschaffen und die Steuereinnahmen insgesamt sogar erhöht habe. „Wenn alle um uns herum diese Chance nutzen, muss auch in Deutschland etwas passieren“, macht der Geschäftsführer geltend- zumal eine Senkung der Mehrwertsteuer in diesem Bereich durchaus auch zur Verkürzung der Wirtschaftskrise beitragen könne.

