Pressemitteilungen

November 2009

Westfälischer Maler- und Lackiererverband tagt in Paderborn

Paul Laukötter (Landesinnungsmeister), Peter Schwabedissen, Helmut Schrey (beide stv. Landesinnungsmeister), Ass. Josef Tack (Hauptgeschäftsführer Kreishandwerkerschaft Paderborn), Dietrich Honervogt (stv. Bürgermeister), Peter Schuchart (Landesgeschäftsführer), Manfred Müller (Landrat), Dietmar Ahle (Obermeister) und Ferdinand Wächter (Kreishandwerksmeister).

Paul Laukötter (Landesinnungsmeister), Peter Schwabedissen, Helmut Schrey (beide stv. Landesinnungsmeister), Ass. Josef Tack (Hauptgeschäftsführer Kreishandwerkerschaft Paderborn), Dietrich Honervogt (stv. Bürgermeister), Peter Schuchart (Landesgeschäftsführer), Manfred Müller (Landrat), Dietmar Ahle (Obermeister) und Ferdinand Wächter (Kreishandwerksmeister).

„Es gibt keine absinkende Konjunktur im Maler- und Lackiererhandwerk“, so der Landesinnungsmeister Westfalen, Paul Laukötter, auf der Verbandstagung des Maler- und Lackiererinnungsverbandes Westfalen (MLW), zu der sich rund 80 Handwerker aus ganz Westfalen bei bestem Malerwetter in der Kreishandwerkerschaft Paderborn trafen.

 

In diese Richtung zielte auch Kreishandwerksmeister Ferdinand Wächter, dem als Gastgeber die Begrüßung der westfälischen Delegierten oblag. Schließlich hätten insbesondere die Maler vom Konjunkturpaket II profitiert.  Aber nichts desto trotz sei folgender Appell angebracht: „Krempeln wir die Ärmel hoch und verlassen wir uns auf unsere gemeinsamen Stärken.“  Und diese sollten insbesondere im organisierten Handwerk liegen, unterstrich der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn, Ass. Josef Tack, der in seiner Begrüßung einen kleinen Exkurs in die Entwicklung der über 100-jährigen Paderborner Organisation unternahm und dabei die seit jeher im Vordergrund stehenden Attribute wie Dienstleistung und Mehrwert für die angeschlossenen Betriebe besonders hervorhob.

 

Auch Landrat Manfred Müller, der unter anderem die Gelegenheit nutzte, den auswärtigen Gästen den Kreis als Wirtschaftsregion vorzustellen, prognostizierte der Zukunft des Malerhandwerks nur Positives. So biete zum Beispiel der Energiesektor dem Ausbaugewerbe vielfältige Wachstumschancen. In seiner Rede sprach er jedoch auch die Problematik des demographischen Wandels an,  von dem auch das Handwerk verstärkt betroffen sein werde. Während Dietrich Honervogt, stellvertretender Bürgermeister der Stadt, von der äußerst jungen Altersstruktur Paderborns berichtete, machte Innungsobermeister Dietmar Ahle in seinem Schlusswort den Zusammenhang von Tradition und Moderne deutlich -  und interpretierte die Inschriften der altertümlichen Malertruhe – ein Wahrzeichen der Paderborner Innung – ins 21. Jahrhundert.

 

Und Letzteres gestalte sich derzeit äußert positiv für das Maler- und Lackiererhandwerk, so Paul Laukötter: „Steigende Umsatzzahlen lassen auch für die nächsten Monate auf eine stabile Auftrags- und Beschäftigungslage schließen“. Insbesondere der neue Tarifabschluss und die Einführung der Mindestlöhne seien zu begrüßen. Gäben diese doch den Betrieben mehr Planungssicherheit. Gleichwohl jedoch herrsche noch Handlungsbedarf, beispielsweise in punkto ermäßigte Mehrwertsteuersätze für handwerkliche Leistungen. „Das würde zu weniger Schwarzarbeit und zu einer Mehrbeschäftigung führen“, ist Laukötter sicher. Der Verlust beim Mehrwertsteueraufkommen kompensiere sich durch die Abgaben bei den Sozialversicherungen sowie dem Mehr bei der Lohn- und Gewerbesteuer.

 

Das Maler- und Lackiererhandwerk, zu dem über 42.000 Betriebe mit insgesamt 198.000 Beschäftigten zählen, gehört zu den größten Berufsgruppen des deutschen Handwerks. Im Gebiet Westfalen sind gut 10.000 Arbeitnehmer und rund 4.100 Lehrlinge beschäftigt, wobei dem Verband 31 Innungen mit 2.300 Betrieben angeschlossen sind. Zur Paderborner Maler- und Lackiererinnung gehören 80 Unternehmen, was einem Organisationsgrad von 62 Prozent entspricht.