Klaus Friemuth feiert 80. Geburtstag

Der Ehrenobermeister der Baugewerken-Innung Paderborn und ehemalige stv. Kreishandwerksmeister Klaus Friemuth feiert am 4. April 2019 seinen 80. Geburtstag. Klaus Friemuth blickt auf eine lange und erfolgreiche ehrenamtliche Tätigkeit zurück. Mit seinem großen Engagement setzte der Unternehmer nicht nur Zeichen in der Baugewerken-Innung Paderborn, sondern auch im westfälischen Bauhandwerk sowie innerhalb der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe (KH) und der zugehörigen Bildungsträger, dem Technologie- und Berufsbildungszentrum (tbz) und der Stiftung Bildung & Handwerk (SBH).

 

 

1972 begann Klaus Friemuth als Beisitzer im Vorstand der Baugewerken-Innung Paderborn seine ehrenamtliche Laufbahn im Handwerk. Von seinem Vater hatte er das Bauunternehmen übernommen, das heute Sohn Michael weiterführt. Bereits nach drei Jahren Vorstandstätigkeit innerhalb der Innung war klar, dass Klaus Friemuth Führungsqualitäten besaß. Auf diese setzte die Innung dann im Jahr 1975 und wählte ihn zum Obermeister. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellte. Denn für 31 Jahre bekleidete Klaus Friemuth dieses wichtige Amt und setzte sich mit viel Engagement für seinen Berufsstand ein.

Zudem war Friemuth Delegierter bei der Kreishandwerkerschaft Paderborn (KH) sowie Beisitzer im Vorstand der Handwerksorganisation. Von 1996 bis 2006 übernahm Friemuth das Amt des stellvertretenden Kreishandwerksmeisters. Seine Weggefährten bestätigen heute noch, dass Friemuth stets zu den treibenden Kräften zählte. So sei er immer auf der Suche nach neuen Perspektiven gewesen und habe sich darüber hinaus insbesondere für die Berufsausbildung junger Menschen im Handwerk stark gemacht.

Deutlich wird das schon 1975 als die erste handwerkliche Bildungsstätte, das tbz Paderborn, gegründet wurde. Friemuth war gerade neu im Vorstand der KH. Er forderte immer wieder eine effiziente Organisationsform für die Bildungsstätte und setzte sich dafür ein, das Zentrum über das Handwerk hinaus in die Aus- und Weiterbildung einzubringen. Die Expansion wurde so von Klaus Friemuth wesentlich mitbetrieben.

1980 wurde er Mitglied des Bauausschusses der KH und war ab 1989 mit dem Aufbau von Bildungsstätten in den neuen Bundesländern betraut. Als Vorstandsmitglied der tbz e.V. Magde-burg, Königs Wusterhausen, Leipzig und Eisenach förderte Friemuth die Durchführung von Bildungsmaßnahmen und sorgte somit für die Schaffung von Arbeitsplätzen.

1984 zählte er zu den Gründungsmitgliedern des Ausbildungszentrums der gewerblichen Wirtschaft, das bis 1989 die Berufsausbildung von mehr als 700 jungen Menschen verwirklichte. Darüber hinaus war er von 1978 bis 2007 Vorsitzender des Versorgungswerkes der Innungen der KH.








Seit der Gründung in 1989 war Friemuth zudem Mitglied im Vorstand des Bildungswerkes der ostwestfälisch-lippischen Wirtschaft (BOW) und kümmerte sich um eine wirtschaftsnahe und qualitätsorientierte Ausbildung.

2001 trug er dazu bei, dass der Bildungsbereich der KH in die Stiftung Bildung & Handwerk (SBH) überführt wurde. Innerhalb der SBH hatte er bis 2006 das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums inne.

Weiteres ehrenamtliches Engagement erbrachte Friemuth seit 1974 als ordentliches Mitglied der Vollversammlung und des Vorstandes der HWK Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld. Sein Schwerpunkt lag hier in der Haushalts- und Finanzpolitik. Des Weiteren war er seit 1978 Mit-glied im Meisterprüfungsausschuss und seit 1985 vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauer-Handwerk (Fachrichtung Tiefbau).

Beim Bauverband Westfalen in Dortmund war Friemuth seit 1982 Mitglied in verschiedenen Ausschüssen tätig und ab 1985 Vorstandsmitglied. Drei Jahre später wurde er stellvertretender Vorsitzender des Verbandes und auch Mitglied im Ausschuss für Sozial- und Tarifpolitik im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes in Berlin. In 1995 übernahm er den stellvertre-tenden Vorsitz des Berufsförderungswerkes des westfälischen Baugewerbes e.V., seit 2000 ist er Delegierter des Baugewebeverbandes Westfalen zum Zentralverband des Deutschen Bau-gewerbes.

Von 1986 bis 1999 war er zudem Vorstandsmitglied bei der Bau-BG Hannover. Für seinen besonderen Einsatz zum Wohle der mittelständischen Baubetriebe in Westfalen und für seine Unterstüt-zung der Verbandsarbeit wurde Friemuth 1992 die „Goldenen Ehrennadel“ – die höchste Aus-zeichnung des Baugewerbeverbandes Westfalen – verliehen.
 
Nicht zu vergessen ist auch der Einsatz bei der Vereinigten IKK. 1980 wurde er für die folgen-den 15 Jahre als Mitglied und Vertreter der Arbeitgeber in die Vertreterversammlung gewählt.

2006 legte Friemuth seine Ämter nieder. 2008 zeichnete Bundespräsident Horst Köhler Klaus Friemuth für sein jahrzehntelanges berufsständisches Engagement mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus.