Externes Ausbildungsmanagement mit JOBSTARTER-Plus

Auszubilden ist die beste Möglichkeit, den Fachkräftebedarf zu sichern und so das eigene Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Nichts desto trotz ist die betriebliche Ausbildungsbereitschaft rückläufig. Und das liegt nicht zuletzt daran, dass den Firmen häufig die Zeit und die personellen Ressourcen fehlen. Die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe erhält nun eine Förderung für das JOBSTARTER plus Projekt und kann Betrieben künftig konkrete Unterstützung auf diesem Gebiet anbieten.

„Klein- und Kleinstbetriebe stehen in einem harten Wettbewerb mit mittleren und größeren Unternehmen um die sinkende Zahl der Schulabgänger“, erklärt Michael H. Lutter, stv. Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe.

In Deutschland nehme die Zahl der Schulabgänger weiter ab und die Tendenz zu akademischen Ausbildungsgängen zu. Daher sinke die Anzahl der Bewerber um eine betriebliche Ausbildung und damit auch die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Klein- und Kleinstunternehmen seien von dieser Entwicklung in besonderem Maße betroffen. „Eine Folge ihrer oftmals erfolglosen Suche nach Auszubildenden ist, dass sich solche Betriebe häufig aus der dualen Berufsausbildung zurückziehen und damit der in vielen Branchen bereits spürbare Fachkräftemangel zunimmt“, erklärt Lutter.

Der gegenwärtige Rückgang der betrieblichen Ausbildungsbeteiligung sei fast ausschließlich auf Verluste bei sehr kleinen Betrieben zurückzuführen. Insgesamt sei die Zahl der Ausbildungsbetriebe bei den Kleinstunternehmen mit bis zu neun sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seit 2007 um fast ein Viertel gesunken. „Hier setzen wir mit dem Programm JOBSTARTER plus an und unterstützen diese Unternehmen künftig bei der betrieblichen Ausbildung mit einem externen Ausbildungsmanagement", sagt Michael Lutter, stv. Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe.

Im Hause der Kreishandwerkerschaft übernimmt Olga Sezer die Projektkoordination: „Wir beraten die Betriebe bei rechtlichen und administrativen Fragen rund um die Ausbildung, informieren sie über neue und modernisierte Ausbildungsberufe, unterstützen sie bei der Einrichtung von Ausbildungsplätzen, bei der Auswahl geeigneter Bewerber sowie bei der Anbahnung von Praktika“, fasst sie zusammen. Außerdem werde das Ausbildungsangebot am regionalen Ausbildungsstellenmarkt sowie bei der Ausbildungsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit beworben.  Bei all den Aktivitäten arbeitet die Kreishandwerkerschaft eng zusammen mit lokalen Partner und anderen JOBSTARTER-Projekten der Region.


Info
Das Ausbildungsstrukturprogramm JOBSTARTER plus wird aus Mitteln des BMBF und des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. Bis 2020 stehen dafür Fördermittel in Höhe von 109 Millionen EURO zur Verfügung, davon 48 Millionen Euro vom BMBF.


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