Große Anerkennung für ein gemeinsames Innovationsprojekt aus Ostwestfalen-Lippe: Die Paderborner Bildhauerei Diwo und das Fraunhofer Institut Lemgo wurden in dieser Woche im InnovationSPIN mit dem renommierten Seifritz-Preis ausgezeichnet. Prämiert wurde das im Rahmen des Projekts „KIDiHa – Künstliche Intelligenz und Digital-Offensive für das Handwerk in NRW“ entwickelte System „StoneCrackMon“, das handwerkliches Erfahrungswissen mit modernen KI-Technologien verbindet und so den Wissenstransfer in der Natursteinprüfung nachhaltig verbessert.

Der Seifritz-Preis zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen für erfolgreiche Kooperationen zwischen Handwerk und Wissenschaft in Deutschland. Er würdigt Projekte, die wissenschaftliche Erkenntnisse erfolgreich in die betriebliche Praxis überführen und damit konkrete Mehrwerte für das Handwerk schaffen.

Die Laudatio hielt Patrick Neumann, Chefredakteur des handwerk magazin. Dabei hob er insbesondere die beispielhafte Zusammenarbeit der Projektpartner hervor: „Heute feiern wir nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch eine gelungene Partnerschaft zwischen Tradition und Hightech, zwischen Handwerk und Wissenschaft.“ Jahrzehntelange Erfahrung in eine Form zu übertragen, die auch für nachfolgende Generationen verständlich und nutzbar sei, gelinge nur, wenn neue Wege gemeinsam gegangen würden. „Die Zusammenarbeit zwischen der Bildhauerei Diwo und dem Fraunhofer IOSB-INA ist ein Musterbeispiel für gelebten Wissenstransfer. Genau für solche Projekte ist der Seifritz-Preis gedacht – für Vorhaben, die mit Mut, Neugier und Tatkraft zeigen, wie fruchtbar die Verbindung von Handwerk und Wissenschaft sein kann.“

„Genau das ist auch der Grundgedanke des InnovationSPIN: Hürden zwischen Praxis, Wissenschaft und Bildung abzubauen. Ich freue mich sehr für die beiden Preisträger und gratuliere herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung“, betont Hauptgeschäftsführer Michael H. Lutter. Für die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe ist die Auszeichnung zugleich eine Bestätigung des Innovationsansatzes, den das Projekt KIDiHa verfolgt. Gemeinsam mit der FHM Bielefeld und dem Fraunhofer IOSB-INA arbeitet die Kreishandwerkerschaft daran, Künstliche Intelligenz praxisnah in Handwerksbetriebe zu bringen.

Auch Geschäftsführer Markus Rempe sieht den Erfolg als Beleg für den besonderen Ansatz des Projekts: „KIDiHa ist deshalb so wertvoll, weil alle Beteiligten von Beginn an auf Augenhöhe zusammengearbeitet haben. In vielen Forschungsprojekten gelingt es nicht, die Ergebnisse konsequent in die betriebliche Praxis zu bringen. Bei KIDiHa war genau das das Ziel – und der Seifritz-Preis zeigt eindrucksvoll, dass dieser Ansatz funktioniert.“

 

Bildunterschrift: Bei der Übergabe des Seifritz-Preises (v. links): Hauptgeschäftsführer Michael H. Lutter, Patrick Neumann (Chefredakteur handwerk magazin), Preisträger Michael Diwo, Hans Uwe Möller (Signal Iduna), Harry Fast (Fraunhofer Institut Lemgo) und Peter Eul (Präsident Handwerkskammer).