Themen aus der Nachwuchsoffensive

Abend des Ehrenamts 2026

„Ehrensache – Ehrenamt“: Kreishandwerkerschaft ehrt langjährig Engagierte

Bei einem „Abends des Ehrenamts“ bedankte sich die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe in dieser Woche für das oft jahrzehntelange Engagement der 450 Menschen, die sich in zahlreichen Ehrenämtern für die Interessen des regionalen Handwerks stark machen. Zwölf der Ehrenamtlichen wurden offiziell verabschiedet.

Unter dem Motto „Ehrensache – Ehrenamt“ würdigten Kreishandwerksmeister Mickel Biere und Hauptgeschäftsführer Michael Lutter bei der Veranstaltung gemeinsam den besonderen Einsatz der zahlreichen Engagierten. „Ehrenamt im Handwerk bedeutet weit mehr als Gremienarbeit“, betonte Kreishandwerksmeister Biere. „Es bedeutet Einsatz nach Feierabend, Verantwortung zusätzlich zum eigenen Betrieb und die Bereitschaft, das Handwerk aktiv mitzugestalten. Dieses Engagement ist ein Vermächtnis, das Generationen verbindet.“

Allein in der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe engagieren sich über 450 Ehrenamtliche – unter anderem in Prüfungsausschüssen, Innungsvorständen, Gremien sowie bei den Handwerksjunioren und Unternehmerfrauen. Sie bringen ihre fachliche Kompetenz aus dem Handwerksalltag ein und sorgen dafür, dass Entscheidungen praxisnah und aus der Mitte des Handwerks heraus getroffen werden. Darüber hinaus stellen sie als Gesellen- oder Meisterbeisitzer ein funktionierendes Prüfungswesen sicher.

„Die vielen Aufgaben, die Sie als Ehrenamtliche übernehmen – unzählige Stunden in Sitzungen, Prüfungen, Diskussionen und bei Entscheidungen – das können wir als Hauptamt allein niemals leisten“, hob Hauptgeschäftsführer Lutter hervor. Die Geehrten hätten mit ihrem Einsatz Strukturen mit Leben gefüllt, Vertrauen geschaffen und das Handwerk in der Region nachhaltig geprägt, so Lutter weiter. „Ich bin dankbar für das Vertrauen, das Sie uns schenken, und für die wirklich gute Zusammenarbeit. Engagiert in der Sache, leidenschaftlich in der Diskussion, immer auf Augenhöhe und mit der notwendigen Portion Spaß.“

45 Jahre Ehrenamt im Handwerk

Mit einer persönlichen Ehrung verabschiedete die Kreishandwerkerschaft an diesem Abend auch sechs Ehrenamtliche persönlich aus ihren Ämtern. Darunter Wigbert Kruse, der sich stolze 45 Jahre lang in der Kreishandwerkerschaft sowie der Maler- und Lackierer-Innung Paderborn engagiert hatte, u.a. als stv. Obermeister, Delegierter zur KH sowie im Vorstand. Darüber hinaus sei er eine treibende Kraft bei den Fusionsverhandlungen der Maler-Innungen Paderborn und Büren im Jahr 1995 gewesen, so Geschäftsführer Markus Rempe, der die Ehrungen moderierte. Sechs weitere ehemalige Ehrenamtliche konnten nicht zur Veranstaltung kommen. „Auch denen, die heute nicht persönlich hier sein können, sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt“, so Rempe.

Die Geehrten im Überblick:

  • Wigbert Kruse, Maler- und Lackierer-Innung Paderborn, 45 Jahre Ehrenamt
  • Meinolf Kniesburges, Maler- und Lackierer-Innung Paderborn, ca. 40 Jahre Ehrenamt
  • Martin Oberbracht, Fachinnung Elektrotechnik Lippe, 30 Jahre Ehrenamt
  • Reinhard Merschmann, Tischler-Innung Paderborn, 27 Jahre Ehrenamt
  • Meinolf Wippermann, Tischler-Innung Paderborn, 25 Jahre Ehrenamt
  • Wilfried Beerensmeier, Metall-Innung Lippe, ca. 25 Jahre Ehrenamt
  • Marita Ikemeyer, Maler- und Lackierer-Innung Paderborn, 22 Jahre Ehrenamt
  • Rüdiger Hartig, Fachinnung Elektrotechnik Lippe, ca. 20 Jahre Ehrenamt
  • Tatjana Gritzke, Metall- Innung Lippe, ca. 20 Jahre Ehrenamt
  • Jur. Josef Tack, Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, 12 Jahre Ehrenamt
  • Benjamin Neunes, Zimmerer-Innung Lippe, 7 Jahre Ehrenamt
  • Hans-Georg Adelhofer, Metall-Innung Lippe, ca. 7 Jahre Ehrenamt

„Wir danken jedem Einzelnen von Ihnen für sein außerordentliches Tun. Ihr Wirken wird weiterleben: In Entscheidungen, in Ergebnissen und in Erinnerungen“, so Hauptgeschäftsführer Michael Lutter. Und deshalb gehöre dieser Abend ganz den Ehrenamtlichen.

Ehrenamtliche erzählen von ihrer Motivation

Im Anschluss an die persönlichen Ehrungen berichteten vier der Ehrenamtlichen – zwei ausgeschiedene sowie zwei aktive – in einem Interview mit Geschäftsführer Markus Rempe von ihrer Motivation, sich neben dem eigenen Betrieb noch ehrenamtlich für die Handwerksorganisation einzusetzen. Darunter Wigbert Kruse und Hans-Georg Adelhofer als „Ehrenamtsrentner“ und Felix Merschmann als frisch gewähltes Vorstandsmitglied der Tischler-Innung Paderborn sowie André Stricker als junges Mitglied im Gesellenprüfungsausschuss der Innung des Kfz- und Mechanikerhandwerks Lippe.

„Ich wurde vor 45 Jahren von einem älteren Kollegen für die Vorstandsarbeit vorgeschlagen. Es war für mich eine Ehre, die ich gerne angenommen habe“, erinnert sich Kruse an seine Anfänge im Vorstand der Maler- und Lackierer-Innung Paderborn. „Ich wollte etwas bewegen, nicht nur meckern, sondern mich selber einbringen. Das habe ich immer gerne gemacht.“ Seine wichtigste Botschaft an alle Aktiven: „Unbedingt weitermachen! Und zwar jeder in seinem Stil.“ Auch für Felix Merschmann, war es eine Selbstverständlichkeit, ein Ehrenamt in der Innung zu übernehmen, schließlich waren schon sein Opa und sein Vater hier aktiv. „Ein Ehrenamt zu übernehmen finde ich einfach wichtig. Sonst funktioniert unsere Gesellschaft nicht“, ist er überzeugt. Wie er die Situation der jungen Generation rund um gesellschaftliches Engagement einschätzen würde, erkundigte sich Rempe. „Wir werden das hinbekommen!“, zeigte sich Merschmann überzeugt. „Vielleicht starten manche heute ein bisschen später im Vergleich zu früher und brauchen etwas länger, um das Geben zu verstehen. Aber ich bin mir sicher, dass auch wir Jüngeren diese Tradition weiterführen werden.“

„Wir Lipper haben das in den Genen: Wenn der Fürst ruft, dann geht man hin. Ich wurde eingeladen, diese Aufgabe zu übernehmen und habe gerne ja gesagt“, schmunzelte Adelhofer über seine Anfänge als Kassen- und Rechnungsprüfer der Metall-Innung Lippe. Man könne nicht immer nur nehmen, man müsse auch mal selber etwas investieren, um eine Sache voran zu bringen. Die tiefen Einblicke in die Handwerksorganisation habe er an seiner Aufgabe besonders interessant gefunden. „Das Handwerk ist unheimlich wichtig. Und deshalb ist auch die Mitarbeit im Ehrenamt ganz wichtig. Man kann so viel bewegen“, ist er überzeugt. Auch André Stricker hält Eigenmotivation für den wichtigsten Faktor: „Ohne eigenes Interesse ist man im Ehrenamt falsch.“ Er selber sei als Unternehmersohn aufgewachsen und habe viel erhalten und immer viel davon profitieren können, dass sich andere Menschen ehrenamtlich engagieren. „Für mich war deshalb klar, dass ich das auch machen und etwas zurück geben möchte“, so Stricker.

Im Anschluss an den offiziellen Teil folgten gesellige Gespräche beim Abendessen. „Das Feedback zu unserem ersten Ehrenamtsabend war durchweg positiv. Darüber freuen wir uns sehr“, so Lutter.

Weitere Impressionen vom Abend des Ehrenamts gibt es hier.

Fotos: PHOMAX, Dietmar Flach

Kategorie(n): Ehrungen
KIDiHa Diwo

Bildhauerei Diwo gewinnt den Seifriz-Preis

Der renommierte Seifriz-Preis geht in diesem Jahr nach Ostwestfalen: Wie jetzt bekanntgegeben wurde, werden Steinmetz Michael Diwo aus Paderborn und das Fraunhofer IOSB-INA aus Lemgo für das Projekt „StoneCrackMon“ mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Die Zusammenarbeit ist aus dem Projekt „KIDiHa“ hervorgegangen, an dem neben dem Fraunhofer Institut auch die Fachhochschule des Mittelstands und die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe als Partner beteiligt sind. „Wir gratulieren herzlich zu dieser bedeutenden Auszeichnung und freuen uns, dass unser Innungsmitglied den Preis gewinnen konnte“, so Michael H. Lutter, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. „StoneCrackMon zeigt eindrucksvoll, welches Innovationspotenzial entsteht, wenn handwerkliche Praxiserfahrung und wissenschaftliche Expertise eng zusammenarbeiten. Diese Form des Wissenstransfers ist ein echter Gewinn für das Handwerk und ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit unserer Betriebe.“

KI-System erkennt Schäden in historischen Objekten

Diwo und das Fraunhofer Institut haben sich vergangenes Jahr beworben und konnten die Jury mit ihrem Projekt überzeugen. Hinter „StoneCrackMon“ verbirgt sich ein KI-gestütztes Sensor-System, das dabei hilft, Schäden in historischen Objekten zu erkennen. Bisher werden Haarrisse im Stein von geschulten Bildhauern durch Sichtprüfungen und Klangproben festgestellt. Dieses Verfahren ist jedoch subjektiv und erfordert viel Erfahrung. „StoneCrackMon“ soll die Prüfung in Zukunft objektivieren. Das Vorgehen: Mit einem Hammer wird auf einen Stein geschlagen, die Geräusche werden von einem Mikrofon aufgezeichnet und von der KI in Echtzeit analysiert. Michael Diwo füttert das System derzeit mit realen Daten und leitet sie ans Fraunhofer Institut weiter – je mehr Daten zur Verfügung stehen, desto präziser kann die KI den Stein auswerten. Ist das System vollständig ausgereift, könnte es junge Fachkräfte bei der Bewertung von Objekten unterstützen.

„StoneCrackMon“ wurde im Rahmen des Projekts „KIDiHa“ (Künstliche Intelligenz und Digital-Offensive für das HANDwerk in NRW) entwickelt. KIDiHa wird vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Projektpartner sind die Fachhochschule des Mittelstands (FHM), die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe und das Fraunhofer Institut.

Über den Seifriz-Preis

Der „Seifriz-Preis – Transfer Handwerk + Wissenschaft“ wird unter der Federführung von Handwerk BW durch den Verein Technologietransfer Handwerk e. V. in Zusammenarbeit mit handwerk magazin vergeben. Seit 30 Jahren prämiert er die erfolgreiche Zusammenarbeit von Handwerksbetrieben und Wissenschaftseinrichtungen. Ausgezeichnet werden innovative Projekte, die als inspirierendes Beispiel für andere Handwerksbetriebe dienen und einen realistischen wirtschaftlichen Nutzen mit sich bringen. Die diesjährigen Preisträger stellt handwerk magazin hier vor.

 

Bildunterschrift:
Steinmetz Michael Diwo (links) und Harry Fast vom Fraunhofer Institut testen das KI-System „StoneCrackMon“. (Foto: Fachhochschule des Mittelstands)

Kategorie(n): Aktuelles
UFH Jahresauftakt 2026

Jahresauftakt der Unternehmerfrauen am Padersee

Gestern trafen sich die Unternehmerfrauen im Handwerk bei bestem Winterwetter zu ihrem Jahresauftakt. Bei einem gemeinsamen Frühstück im Pader Café begrüßte die Vorsitzende Birgit Peters die UFHs zum Start in das neue Veranstaltungsprogramm 2026.

Danach ging es für die Damen raus in die Natur. Bei einem zweistündigen Bewegungsprogramm am Padersee und an den Fischteichen lernten die UFHs bei herrlichstem Sonnenschein, wie sie ihr Wohlbefinden steigern und Stress wirksam abbauen können. Sportwissenschaftler Sebastian Reif motivierte die Damen zu aktiven Übungseinheiten und gab zahlreiche spannende Informationen. Die Unternehmerfrauen nahmen begeistert und mit großem Interesse am Mitmachprogramm teil. Der Coach gab umfassende Informationen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement sowie zu neuroathletischen Übungen, wie das Gleichgewichtstraining und Augenübungen. Lockerungs-, Atem- und Kräftigungsübungen wurden aktiv geschult und können effektiv in den täglichen Ablauf eingebaut werden. Hilfreiche alltagstaugliche Tipps rundeten den Workshop ab.

„Es war ein toller Jahresauftakt in einem erstmalig neuen Format – es darf gerne wiederholt werden“, war die einhellige Meinung der Unternehmerfrauen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmerinnen und an Sportwissenschaftler Sebastian Reif für das lehrreiche Programm!

Weitere Eindrücke vom Jahresauftakt gibt es in der Bildergalerie.

Kategorie(n): Frauen im Handwerk
LIP_Bau_Seminar Nachtragsmanagement

Seminar zum Thema Nachtragsmanagement

In der Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft in Detmold fand gestern ein Tagesseminar zum Thema Nachtragsmanagement statt. Als Experte war Dr.-Ing. Patrick Rüggeberg (CON.partners) eingeladen. Die Inhalte stießen bei den 50 Teilnehmern auf reges Interesse. Neben den Grundlagen der Kalkulation standen unter anderem Änderungen des Bauvertrags und der Ermittlung des Baupreises auf dem Programm. Im gewerkeübergreifenden Dialog konnten die Teilnehmer ihre eigenen Themen einbringen und von den Erfahrungen der Kollegen profitieren.

Der Referent Dr. Ing. Patrick Rüggeberg konnte durch seine unterschiedlichen Tätigkeiten das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und gab den Teilnehmern wertvolle, praxisnahe Tipps für den betrieblichen Alltag mit auf den Weg.

Vielen Dank für den wertvollen Input und den konstruktiven Austausch untereinander!

Kategorie(n): Aus den Innungen
Politisches Frühstück skyhub PAD

Für eine starke Region: skyhub PAD zu Gast beim Politischen Frühstück

Zum ersten Politischen Frühstück der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe im Jahr 2026 waren mit Christoph Plass (Vorsitzender des Beirats von skyhub PAD) und Roland Hüser (Geschäftsführer des Flughafens Paderborn/Lippstadt) zwei spannende Gäste zu Besuch. Das Interesse war groß: Viele Obermeister waren der Einladung gefolgt und nutzten die Chance, um aus erster Hand mehr über das deutschlandweit einzigartige Projekt skyhub PAD zu erfahren. Dabei handelt es sich um eine Luftverkehrsinitiative, die seit September 2025 den Flugverkehr von Paderborn nach München sicherstellt, nachdem die Lufthansa die Verbindung gestrichen hatte.

Kreishandwerksmeister Mickel Biere begrüßte die Anwesenden und bedankte sich für die Möglichkeit, exklusive Einblicke in das Projekt zu bekommen. Nach einem gemeinsamen Frühstück erklärte Roland Hüser, wie es zu der Gründung von skyhub PAD kam. Nachdem die Lufthansa die Flugverbindung aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr halten konnte, sah der Flughafen Paderborn/Lippstadt die Notwendigkeit, die Strecke auch in Zukunft aufrecht zu erhalten. Unterstützung erfuhr der Flughafen dabei insbesondere von Dr. Carsten Linnemann, Generalsekretär der CDU, und Christoph Rüther, Landrat des Kreises Paderborn.

Im Anschluss berichtete Christoph Plass lebhaft über die Gründung der Fluggesellschaft und gab spannende Einblicke in die ersten Monate. Der regionale Mittelstand hat sich dabei einmal mehr als tragende Säule einer wertvollen regionalen Initiative gezeigt. Auch einige Unternehmer aus dem Handwerk machen sich für dieses wichtige Thema stark und zählen zu den Gesellschaftern. Ohne diese finanzielle Unterstützung sei das Projekt nicht möglich. „Ich erlebe dabei täglich das Engagement der Unternehmer. Ihnen ist wichtig, etwas für die Region zu tun, mit der sie sich verbunden fühlen“, so Plass. Mittlerweile kann skyhub PAD auf 90 Gesellschafter bauen. „Unser Ziel für die nächste Zeit sind 100“, wirft er einen Blick in die Zukunft. Neue Unterstützer seien jederzeit willkommen.

Michael Lutter, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, brachte es am Ende auf den Punkt: „Das Projekt ist enorm wichtig für die Region. Wir wünschen viel Erfolg für die Zukunft und weitere engagierte Unterstützer.“

Übrigens: Nicht nur regional stößt das Projekt auf großes Interesse. skyhub PAD wurde jetzt als „Überflieger des Jahres“ der Luftfahrtbranche 2025 nominiert. Wer möchte, kann hier für die Fluggesellschaft abstimmen.

 

Im Bild (vorne v.l.): Mickel Biere (Kreishandwerksmeister), Christoph Plass (skyhub PAD), Roland Hüser (Flughafen Paderborn/Lippe) und Michael Lutter (Hauptgeschäftsführer der KH).

Kategorie(n): Aktuelles

„Skillcheck“ Tischler: Tischler-Innung Lippe lädt Interessierte zur Berufsorientierung ein

Etwas mit den eigenen Händen erschaffen! Für viele junge Menschen ist dies einer der schönsten Gründe für eine Ausbildung im Handwerk. Doch welcher Handwerksberuf ist der Richtige? Die Tischler-Innung Lippe lädt Interessierte jetzt dazu ein, sich näher mit dem Beruf des Tischlers zu beschäftigen und herauszufinden, ob die Ausbildung zu den eigenen Interessen und Stärken passt.

Der „Skillcheck“ findet am Samstag, 7. Februar 2026, ab 9 Uhr in der Holzabteilung des Felix-Fechenbach-Berufskollegs (Klingenbergstr. 2, Detmold) statt. Die Teilnahme ist kostenlos und richtet sich an alle, die sich für eine Ausbildung zum Tischler interessieren (ab Klasse 9). Interessierte werden gebeten, sich vorab für den Test anzumelden.

„Mit unserer Veranstaltungen wollen wir Orientierung und Sicherheit bei einer Wahl für den Beruf des Tischlers bzw. der Tischlerin geben“, sagt Christian Schmidt, Obermeister der hiesigen Tischler-Innung. Organisiert ist der Vormittag in zwei Blöcken, einem theoretischen und einem praktischen Teil von jeweils ca. 90 Minuten. In dem schriftlichen Teil bearbeiten die Teilnehmer Aufgaben aus den Bereichen Rechnen, räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Grundverständnis, Rechtschreibung und Allgemeinwissen. Dabei geht es auch um die Konzentrationsfähigkeit. Im praktischen Teil darf ein kleines Projekt mit Hilfe der anwesenden, erfahrenen Tischler selber umgesetzt werden – und das fertige Werkstück am Ende mit nach Hause genommen werden. Zeit für individuelle Fragen gibt es selbstverständlich auch.

Am Ende bekommt jeder ein Zertifikat mit seinen Ergebnissen. Die drei besten Teilnehmer werden mit einem Sachpreis belohnt. Neben dem Test der persönlichen Eignung, ist das Zertifikat auch für die Bewerbung um eine Ausbildungsstelle bei den Tischlereien hilfreich. Dadurch haben die Betriebsinhaber gute Anhaltspunkte, welche Voraussetzungen ein Bewerber bereits mitbringt.

Zum Test sollten die Teilnehmer Stift, Geodreieck und Taschenrechner mitbringen. Ein Smartphone ist jedoch nicht erlaubt.

 

Anmeldung unter:
Vera Reinecke (Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe)
Tel.: 05231-970111
Mail: innung-lippe@kh-pl.de

 

Bildnachweis: www.amh-online.de

Jetzt anmelden: Wer hat die schönste Gebäudefassade im Kreis Paderborn und im Kreis Lippe?

Die Fassadenwettbewerbe gehen in die nächste Runde! Erneut möchten die Maler- und Lackierer-Innung Paderborn und die Maler- und Lackierer-Innung Lippe kreative und handwerklich hochwertig gestaltete Gebäudefassaden aus dem Jahr 2025 auszeichnen. Hauseigentümer aus den Kreisen Paderborn und Lippe sind aufgerufen, ihre frisch renovierten oder neu gestalteten Fassaden zur Teilnahme einzureichen.

Gesucht werden jedes Jahr die schönsten Gebäudefassaden in mehreren Kategorien. Die Teilnahme ist einfach: Hauseigentümer müssen lediglich ein Online-Formular ausfüllen und dieses zusammen mit digitalen Fotos ihrer Fassade vor und nach der Renovierung einreichen. Wichtig ist, dass die Fassaden zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2025 durch einen Fachbetrieb einer der beiden Innungen renoviert bzw. neu gestaltet wurden. Auf die Sieger warten attraktive Preise.

„Mit dem Wettbewerb möchten wir nicht nur den Mut zur Kreativität der Hauseigentümer würdigen, sondern das Können unserer Innungsbetriebe in den Mittelpunkt rücken“, erklärt Aloys Buschkühl, Stv. Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe. „Für unsere Fachbetriebe sind die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit eine besondere visuelle Visitenkarte – sie zeigen, wie das handwerkliche Können zu einem lebendigen Stadtbild beiträgt.“

Informationen zur Teilnahme

Kreis Paderborn: 
Die Teilnahmebedingungen sowie eine Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter www.kh-online.de/fassadenwettbewerb. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2026

Kreis Lippe:
Die Teilnahmebedingungen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter www.kh-online.de/fassadenwettbewerb-lippe/. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2026.

Kategorie(n): Aus den Innungen
Geschlossen

Weihnachtspause 2025

Die Geschäfsstellen in Paderborn und Detmold sind vom 24.12.2025 bis einschließlich 04.01.2026 geschlossen. Ab dem 05.01.2026 sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder zu den gewohnten Zeiten für Sie da.

Wir wünschen Ihnen, Ihren Teams und Ihren Familien ein schönes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Kategorie(n): Aktuelles
Lucy Neesen

Mit 19 Jahren Maurermeisterin

Mit gerade einmal 19 Jahren hielt Lucy Neesen (inzwischen 20) aus Büren vor wenigen Monaten stolz ihren Meisterbrief in den Händen – und gehört damit zu den jüngsten Maurer- und Stahlbetonmeisterinnen und -meistern in Deutschland. Dass sie zugleich eine von nur sehr wenigen Frauen in ihrem Handwerk ist, macht ihren Weg noch bemerkenswerter. „Lucy Neesens Karriere ist ein starkes Zeichen für die Zukunft des Handwerks“, würdigt Aloys Buschkühl, Stv. Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe.

Dass ein klassischer Bürojob nicht das Richtige für sie ist, war der jungen Handwerkerin schon früh klar. Den ersten Gedanken, Bauzeichnerin oder Architektin zu werden, verwarf sie nach ersten Einblicken schnell. Während der Corona-Zeit begleitete sie ihren Vater Michael Neesen, Inhaber der Neesen Schlüsselfertigbau GmbH, dann häufig auf Baustellen – und fand dort ihre Welt. „Nach der 10. Klasse war für mich klar: Ich will eine praktische Ausbildung und zwar als Maurerin. Die Entscheidung war meine ganz eigene – unabhängig von unserem Familienbetrieb“, blickt sie zurück.

Damit einher ging von Anfang an ein großer Ehrgeiz: Sie verkürzte ihre Ausbildung auf zwei Jahre – ein straffes Programm. Doch statt danach eine Pause einzulegen, entschied sie sich, sofort den nächsten Schritt zu gehen: „Ich war im Lernen drin, also habe ich durchgezogen. Das Ziel war klar: den Meister in der Tasche haben.“ Mit eisernem Willen absolviert Lucy Neesen nahtlos die Meisterschule. „Es war eine harte Zeit – voller Fleiß, Fokus und auch vieler schlafloser Nächte. Aber ich hatte mein Ziel immer vor Augen.“

Als Frau im Maurerhandwerk – eine große Ausnahme

Schon während der Ausbildung war Lucy Neesen in ihrem Beruf eine Seltenheit: „Wir waren zu Beginn drei Mädels im Technologie- und Berufsbildungszentrum in Paderborn (tbz) – am Ende waren wir nur noch zu zweit.“ In der Meisterschule war sie von Anfang an als Frau allein unter Männern.

Kreishandwerksmeister Mickel Biere ist von dem Weg der selbstbewussten Handwerkerin überzeugt: „Ich finde es ganz wichtig, dass junge Frauen es sich zutrauen, ihren Weg zum Traumberuf zu gehen – unabhängig davon, ob es vermeintlich ein ,Männerberuf‘ ist. Lucy Neesen ist dafür ein großartiges Beispiel: Sie hat allen gezeigt, dass Können nichts mit dem Geschlecht zu tun hat.“

Auf der Baustelle kommt sie souverän zurecht: „Viele Handwerker kennen mich schon seit Jahren, da gibt es keine Diskussionen.“ Und auch zunächst unbekannte Auftraggeber oder Handwerker akzeptieren sie in der Regel schnell. Trotzdem gäbe es auch mal Situationen, in denen Vorurteile durchscheinen. „Da muss man standhaft bleiben. Am Ende zählt, was man kann“, ist die Maurermeisterin überzeugt. Aloys Buschkühl betont: „Lucy ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, welche Chancen junge Menschen – gerade auch junge Frauen – im Handwerk haben. Sie steht für Mut, Leistungsbereitschaft und authentisches Auftreten. Das Handwerk braucht solche Vorbilder.“

Ob sie je an ihrem Weg gezweifelt habe? Lucy lacht: „Es gab stressige Momente – keine Frage. Besonders die sechs Monate im Fachteil der Meisterausbildung waren heftig. Aber am Ende gilt bei uns zu Hause: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ Das ist auch das Motto, dass sie anderen Frauen mit auf den Weg geben möchte.

Auf die Frage, was sich im Handwerk ändern müsste, um die Branche für junge Menschen und insbesondere junge Frauen attraktiver zu machen, hat sie klare Antworten: „Weniger Bürokratie würde uns allen helfen. Außerdem wünsche ich mir mehr Sichtbarkeit für Frauen im Handwerk.“ Dazu will sie aktiv beitragen und plant, als junge Maurermeisterin verstärkt in den Sozialen Medien aktiv zu werden. Und auch wenn es für sie insgesamt gut läuft, findet sie es wichtig, die Altgesellen für das Thema „Frauen im Handwerk“ noch stärker zu sensibilisieren. „Außerdem wäre es wichtig, dass die Jugendlichen von ihrer rosa Wolke runterkommen. Handwerk heißt anpacken – für diesen Einsatz gibt es dann unglaublich viel Zukunft.“

Verantwortung übernehmen

Für sie selber liegt das Glück dabei oft in den kleinen Dingen: „Wenn ein Bauabschnitt fertig ist und man sieht, was man geschaffen hat – das ist ein super Gefühl.“ Und: „Jeden Morgen den Sonnenaufgang auf der Baustelle anzuschauen, das macht mich glücklich.“

Ihre nächsten Ziele hat die junge Frau längst vor Augen: Sie möchte künftig den Familienbetrieb mitführen und hier noch mehr Verantwortung übernehmen. Dafür will sie betriebswirtschaftlich und in der Praxis noch weiter dazulernen. „Vielleicht mache ich irgendwann noch den Betriebswirt“, sagt sie. Ihr persönlicher Traum? „Dass auch ich unser Familienunternehmen eines Tages an meine Kinder weitergeben kann.“

 

Bildunterschrift: Maurermeisterin Lucy Neesen (Mitte) zeigt stolz ihren Meisterbrief. Im Bild ist sie zusammen mit Aloys Buschkühl (links), Stv. Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, und Kreishandwerksmeister Mickel Biere (rechts).

Kategorie(n): Frauen im Handwerk
UFH Jahresabschluss

Jahresabschluss der Unternehmerfrauen

Um das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen, fuhren die Unternehmerfrauen im Handwerk nach Lippstadt und besuchten dort Peters SchokoWelt. Bei einer Genießer-Kaffeetafel konnten sie sich in netter Atmosphäre austauschen und verschiedene Köstlichkeiten probieren. Danach nahmen die UFHs an einer geführten Erlebnistour teil, bei der sie in die spannende Welt der Schokoladenherstellung eintauchten. Die Führung bot einen eindrucksvollen Blick hinter die Kulissen und die zahlreichen Informationen wurden mit Herz und Leidenschaft vermittelt.

Im Anschluss besuchten die Unternehmerfrauen den Lippstädter Weihnachtsmarkt, wo sie mit leckeren Getränken auf das Jahr anstießen. Im Lifestyle-Wirtshaus SchankhausDiva ließen sie den Tag schließlich bei einem geselligen Abendessen ausklingen.

Birgit Peters, Vorsitzende der Unternehmerfrauen, bedankte sich bei allen Damen für ein äußerst gelungenes UFH-Jahr und die großartige Resonanz. Auch der Jahresabschluss war wieder ein besonderes Highlight. Alle waren auf der Rückreise glücklich und der Schokoladen-Nerv war absolut bedient, freute sich die Vorsitzende.

Impressionen vom Jahresabschluss der UFHs gibt es hier.

Kategorie(n): Frauen im Handwerk
KH Paderborn Lipp