Themen aus der Nachwuchsoffensive

Durch die Bundesagentur für Arbeit und die Ausbildungsoffensive hat Alex Forat einen neuen Ausbildungsplatz gefunden.

Mit helfenden Händen gehen die Lichter an: Statt Ausbildungsabbruch ein nahtloser Übergang

Manchmal sind die Wege verschlungen, doch wenn am Ende alles gut wird, dann haben viele helfende Hände für das Richtige gesorgt! Bei dem 19-Jährigen Alex Forat aus Lage erschien die Ausbildungssituation nicht nur unbefriedigend, sondern sogar aussichtslos. Und dann kamen unterstützende Partner zur Seite: die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Detmold-Paderborn, die Passgenaue Besetzung der Ausbildungsoffensive der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, und last but not least, ein Arbeitgeber, der selbst weiß, wie es ist, wenn man in einer beruflichen Sackgasse zu stecken scheint.

Christoph Grauting, Gründer und Geschäftsführer der multisenses GmbH in Lage, hatte Elektrotechnik studiert, als er das Studium abbrach, und im Alter von 24 Jahren vor nunmehr genau einem Jahrzehnt seinen Elektrofachbetrieb gründete. Inzwischen beschäftigt der Selfmade-Mann dreißig Köpfe. „In der Theater- und Veranstaltungstechnik groß geworden und an der Elektro- und Gebäudetechnik gewachsen, hat sich unser Unternehmen als Spezialist für die LED-Umrüstung, Beleuchtungstechnik und die Integration innovativer Steuerungstechnik etabliert“, so Grauting. „Wir wachsen kontinuierlich, und sind jederzeit an neuen Mitarbeitenden interessiert, die genau zwei Sachen mitbringen: ein Handwerker-Gen und volle Motivation!“

Leidenschaft fürs Handwerk

Und genau hier kam Alex Forat ins Spiel und damit ins Team multisenses: Nach der Schule – mit Hauptschulabschluss nach der zehnten Klasse – hatte er Praktika absolviert, in der Buchhaltung und als Industrieelektroniker, wobei schnell klar war, wo seine Leidenschaft lag. Im August 2024 begann seine Ausbildung als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, doch schon bald stellten sich Probleme im Ausbildungsbetrieb ein. „Ich wollte alles einfach nur noch hinschmeißen, und als Elektrohelfer arbeiten. Geld verdienen, und gut ist.“ Vor seiner angedachten Kündigung nahm er Kontakt auf mit Vera Pithan, Berufsberaterin vor dem Erwerbsleben der Agentur für Arbeit Detmold-Paderborn. „Natürlich war die erste Reaktion von Alex Forat völlig nachvollziehbar. Aber mir war es ein Herzensanliegen, ihm zügig einen neuen idealen Arbeitgeber zu vermitteln, damit Alex seine Ausbildung – für die er ja brannte – erfolgreich abschließen konnte. Eine Ausbildung ist eben auch ein Garant dafür, sich weiterzuentwickeln, aufzusteigen, und gutes Geld zu verdienen.“

Erfolgreiche Vermittlung dank Teamwork

Pithan schaltete sich auf dem kleinen Dienstweg kurz mit Abteilungsleiterin Maria Keck und dem Team der Ausbildungsoffensive der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, die im Rahmen des Programms Passgenaue Besetzung im Einsatz sind. Beraterin Michèle Brexel hatte eine zündende Idee, weil sie Geschäftsführer Grauting und das Lagenser Unternehmen kannte. Der Kontakt war schnell hergestellt, Alex absolvierte ein Praktikum bei multisenses, und führt nun seit Dezember 2025 seine Ausbildung motiviert fort.

Berufsberaterin Vera Pithan bilanziert: „Ich finde, dass es ein schönes Beispiel ist, was dabei herumrumkommen kann, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten und sich austauschen und nach einer gemeinsamen Lösung suchen. Ich hoffe, dass sich andere Jugendliche in unterschiedlich schwierigen Situationen durch dieses Beispiel von Alex ermutigt fühlen, zeitnah Unterstützung zu suchen!“

Eine Einschätzung, der sich Alex Forat nur anschließen kann: „Für mich war es die beste Entscheidung, die Ausbildung fortzusetzen, und ich bin der Geschäftsführung und dem gesamten Team unheimlich dankbar, mich so gut in die Gemeinschaft und die spannenden Aufgaben aufgenommen zu haben.“

Nur ein Beispiel für eine spannende Aufgabe, so Christoph Grauting: „Wir modernisieren die Beleuchtung der Philharmonie in Köln, und zwar in Nachtschicht von 22 bis 6 Uhr, damit die Proben tagsüber uneingeschränkt weiterlaufen konnten. Bei so etwas dabei sein zu können, ist für jeden von uns, aber vor allem für Azubis ein echtes Highlight.“

 

Bildunterschrift: (von links) Vera Pithan (Berufsberaterin der Agentur für Arbeit Detmold-Paderborn), Alex Forat (Auszubildender) Beraterin Michèle Brexel (Ausbildungsoffensive der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe), Christoph Grauting (Gründer und Geschäftsführer der multisenses GmbH in Lage)

 

Quelle: Pressemeldung der Bundesagentur für Arbeit

Kategorie(n): Ausbildung

Fachlicher Austausch und spannende Einblicke für die Tischler-Innung Paderborn

Die Tischler-Innung Paderborn blickt auf eine rundum gelungene Betriebsbesichtigung bei der Sprenger Massivholzmöbel GmbH in Bad Wünnenberg zurück. Zahlreiche Innungsmitglieder sowie Berufsschullehrer nutzten die Gelegenheit, spannende Einblicke in die Fertigung hochwertiger Massivholzmöbel zu erhalten und sich in angenehmer Atmosphäre fachlich auszutauschen.

Im Rahmen der Betriebsführung präsentierte das Unternehmen moderne Fertigungsabläufe, handwerkliche Präzision und die Leidenschaft für den Werkstoff Holz. Der gemeinsame Austausch bot darüber hinaus wertvolle Impulse für die tägliche Arbeit und stärkte das Miteinander innerhalb der Innung.

„Der Betriebsbesuch bei Sprenger war eine hervorragende Gelegenheit, das Tischler-Handwerk aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben und miteinander ins Gespräch zu kommen. Solche Veranstaltungen zeigen immer wieder, wie wichtig der persönliche Austausch und die enge Zusammenarbeit innerhalb der Innung sind“, betonte Innungsgeschäftsführer Lothar Ebbers.

Die Tischler-Innung Paderborn bedankt sich herzlich beim Team der Sprenger Massivholzmöbel GmbH für die herzliche Gastfreundschaft und die informative Führung durch den Betrieb.

Kategorie(n): Aus den Innungen
Steinmetze Workshop

Workshop der Steinmetze und Bildhauer überzeugt mit kreativen Ergebnissen

Vergangene Woche fand der Workshop „Plasmaschneiden und -schweißen“ für die Steinmetz- und Bildhauer-Innung Paderborn-Lippe statt, der aufgrund der guten Resonanz im Jahr 2019 und zahlreicher Nachfragen nun neu aufgelegt wurde.

Schon im Vorfeld war das Interesse groß und auch diesmal zeigte sich: Das Thema trifft genau den Nerv unserer Mitglieder. Insgesamt neun Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen rund um das Plasmaschneiden und -schweißen aufzufrischen, neue Tricks für noch präzisere Ergebnisse kennenzulernen und sich in lockerer Runde mit den Innungskollegen auszutauschen. Der Workshop bot nicht nur fachlichen Input, sondern vor allem viel Raum für praktisches Arbeiten. Im Mittelpunkt standen das gemeinsame Tüfteln und Ausprobieren – eine Mischung, die bei allen Beteiligten sehr gut ankam.

Obermeister Michael Diwo fasste den Tag treffend zusammen: „Der Gestaltungskreis war ein voller Erfolg! Alle hatten Spaß, jeder hat etwas Schönes zusammengebraten. Johannes Pamme hat das Ganze prima geleitet. Wir waren wieder ziemlich unkonventionell im Umgang mit Werkzeug und Material – wie immer …“

Die gelungene Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der persönliche Austausch und das gemeinsame praktische Arbeiten innerhalb der Innung sind. Ein besonderer Dank gilt Johannes Pamme für die engagierte und fachkundige Leitung des Workshops.

Kategorie(n): Aus den Innungen
Fachkräfte-Kompass_Podiumsdiskussion

Zwischen Landesverteidigung und Lehrlingssuche: Fachkräfte-Kompass des Kreises Paderborn organisiert hochkarätige Podiumsdiskussion

Zwischen Landesverteidigung und Lehrlingssuche: Die veränderte sicherheitspolitische Lage stellt Deutschland und damit auch unsere Region vor neue Herausforderungen – auch mit Blick auf die mögliche Wiedereinführung des Wehrdienstes. Doch während die Debatte an Fahrt aufnimmt, wächst in der Wirtschaft schon jetzt der Druck durch den Fachkräftemangel. Wie lässt sich der Personalbedarf der Bundeswehr decken, ohne gleichzeitig zentrale zivile Bereiche wie Handwerk, Industrie oder Energieversorgung zu schwächen? Genau dieser Frage widmete sich eine hochkarätig besetzte Veranstaltung in der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, die Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Militär zusammenbrachte, um Perspektiven auszutauschen und nach tragfähigen Lösungen zu suchen. Das betonte auch Kreishandwerksmeister Mickel Biere in seiner Begrüßung.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein intensiver Austausch über die sicherheitspolitische Zeitenwende und ihre konkreten Auswirkungen auf Wirtschaft und Mittelstand. Journalist und Moderator Ralph Sina, ehemaliger WDR-Auslandskorrespondent, ordnete die aktuellen Entwicklungen international ein. Diese sei keine plötzliche, sondern habe sich über Jahre abgezeichnet. Zugleich machte er deutlich, dass Europa und insbesondere Deutschland stärker in die eigene Verantwortung gehen müssten. Trotz aller Herausforderungen gebe es Anlass zur Zuversicht: Deutschland bleibe ein zentraler Motor in Europa – vorausgesetzt, die wirtschaftliche Stärke werde gesichert.

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde schnell deutlich, dass Sicherheit und Wirtschaft untrennbar miteinander verbunden sind. Sebastian Hartmann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, unterstrich, dass Deutschland künftig eine stärkere Führungsrolle übernehmen müsse. Angesichts wachsender Bedrohungen – auch mit Blick auf die militärischen Fähigkeiten Russlands – sei eine klare Strategie notwendig. Dabei betonte er die Bedeutung eines gesamtgesellschaftlichen Engagements für die Verteidigungsfähigkeit.

Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), wies auf die besondere Rolle des Handwerks hin. Dieses stehe in einer Doppelverantwortung: Einerseits sei das Handwerk unverzichtbar für die Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktur – von Energieversorgung und Baugewerken bis hin zur Lebensmittelproduktion. Andererseits verschärfe jede Form von Wehrdienst den ohnehin bestehenden Fachkräftemangel. Um diesen Balanceakt zu meistern, brauche es neue Brücken zwischen Bundeswehr und Wirtschaft. Denkbar seien etwa Modelle, die Qualifizierung und Berufsorientierung während eines Wehrdienstes ermöglichen.

Generalleutnant a.D. Alfons Mais plädierte vor allem für mehr Tempo und ein besseres Zusammenspiel der Akteure. In Zeiten des demografischen Wandels konkurrierten beide Bereiche zunehmend um die gleichen Fachkräfte – auch in wichtigen Bereichen wie IT oder Technik. Umso wichtiger sei es, Kooperationen neu zu denken und Synergien zu schaffen, beispielsweise indem qualifizierte Fachkräfte nach ihrer Wehrdienstzeit gezielt in Handwerk und Mittelstand zurückgeführt würden.

Einigkeit bestand auf dem Podium darüber, dass es ohne eine enge Verzahnung von militärischen und zivilen Strukturen nicht gehen werde. Neben klassischen Verteidigungsfragen rückten auch Themen wie gesellschaftlicher Zusammenhalt, Resilienz und die Stärkung regionaler Strukturen in den Fokus. Diskutiert wurden unter anderem Ansätze wie ein freiwilliges Gesellschaftsjahr mit starkem Bezug zum Handwerk sowie der Ausbau von Reservestrukturen auch in zivilen Bereichen. Dass die Diskussion nah an den Interessen des Publikums verlief, zeigten die eingehenden Fragen der Anwesenden.

Im Fazit wurde deutlich: Die Herausforderungen sind groß, doch ebenso groß ist die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Handwerk und Mittelstand sowie Politik und Bundeswehr sind aufeinander angewiesen, wenn es darum geht, Sicherheit und Wohlstand gleichermaßen zu wahren.

In seinem Schlusswort betonte Michael H. Lutter, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe: „Das regionale Handwerk steht zu seiner gesellschaftlichen Verantwortung – das tuen wir auch heute schon in vielen Bereichen. Gleichzeitig wünschen wir uns, dass die Bundeswehr auch die Potenziale wahrnimmt, die die aktuelle Situation für Handwerk und Mittelstand mit sich bringt. Denn Handwerk kann leisten – beispielsweise auch bei Aufträgen im Zusammenhang mit Instandsetzungsarbeiten von Liegenschaften und vielem mehr.“

 

Der Fachkräfte-Kompass im Kreis Paderborn

Veranstalter der Podiumsdiskussion war der Fachkräfte-Kompass im Kreis Paderborn – ein starkes Bündnis regionaler Akteure: dazu gehören der Arbeitgeberverband für die Gebiete Paderborn, Büren, Warburg und Höxter, die Bundesagentur für Arbeit Paderborn, die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld mit ihrer Zweigstelle Paderborn und Höxter, das Jobcenter im Kreis Paderborn, der Kreis Paderborn selbst sowie die Kreishandwerkerschaft Paderborn‑Lippe.

Seit einigen Jahren engagieren sich die Organisationen gemeinsam dafür Unternehmen im Kreis Paderborn aktiv bei der Bewältigung des Fachkräftemangels zu unterstützen. Dazu bietet das Netzwerk konkrete Informationsangebote, Vernetzung und Beratung, aber auch hochkarätige, öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen.

 

Bildunterschrift (v. links): Tauschten sich dazu aus, wie man die Interessen von Handwerk und Bundeswehr vereinen kann: Hauptgeschäftsführer Michael H. Lutter (Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe), Holger Schwannecke (Generalsekretär des ZDH), Alfons Mais (Generalleutnant a.D. der Deutschen Bundeswehr), Ralph Sina (ehem. WDR-Auslandskorrespondent), Sebastian Hartmann (Parlamentarischer Staatssekretär, Bundesministerium des Verteidigung) und Kreishandwerksmeister Mickel Biere.

Kategorie(n): Aktuelles

Schwierige Zeiten im Dachdeckerhandwerk: Materialmangel und Preisexplosion belasten Betriebe und Kunden

Das Dachdeckerhandwerk in der Region steht vor einer paradoxen Herausforderung: Trotz voller Auftragsbücher sorgen zunehmende Lieferengpässe und extreme Preissteigerungen für eine angespannte Lage. Die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, die Dachdecker-Innung Paderborn und die Dachdecker-Innung Lippe wenden sich nun gemeinsam an die Öffentlichkeit, um über die Hintergründe aufzuklären.

Leere Lager und „Hamsterkäufe“ bei Baustoffhändlern

„Die Situation auf dem Baustoffmarkt hat sich seit Anfang April drastisch verschärft. Rohstoffknappheit und instabile Lieferketten – unter anderem bedingt durch die geopolitische Lage an Knotenpunkten wie der Straße von Hormus – haben die Preise für essenzielle Materialien im Dachdeckerhandwerk um bis zu 30 Prozent in die Höhe getrieben“, informiert Aloys Buschkühl, stv. Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe. Einer der Gründe seien auch hier die steigenden Rohölpreise, denn dieser Werkstoff ist in vielen Dämmmaterialien enthalten. „Diese Entwicklung war für unsere Betriebe zum Zeitpunkt der Abgabe von Angeboten an die Kunden vor wenigen Wochen noch nicht abzusehen“, so Buschkühl. Viele blieben jetzt auf erheblichen Mehrkosten sitzen oder müssten in Absprache mit dem Kunden Preise anpassen.

Gleichzeitig kann das benötigte Material nicht in ausreichender Menge nachproduziert werden. Die Rohstoffe sind nicht wie gewohnt verfügbar. „Die Lager der Händler sind leer, obwohl der Bedarf riesig ist“, erklärt Jürgen Stangenberg, Obermeister der Dachdecker-Innung Paderborn. „Was an Material reinkommt, wird sofort aufgekauft. Dieser Effekt ähnelt den Krisenjahren in der Corona-Pandemie, ist jedoch in seiner Intensität derzeit fast noch schlimmer. Wir erleben eine Art Hamsterkauf-Mentalität auf dem Markt, die das gesamte Gefüge durcheinanderbringt.“

Große Sorgen im „Sommerhandwerk“

Für die Betriebe ist die Lage herausfordernd. Während das Dachdeckerhandwerk traditionell ein Sommerberuf ist, droht nun ausgerechnet in der beginnenden Hochsaison ein Stillstand. Aufträge müssen verschoben werden, die gesamte Planung purzelt durcheinander, Kunden sind verärgert. Doch ohne die benötigten Materialien sind den Dachdeckern die Hände gebunden. Buschkühl bringt es auf den Punkt: „Die Situation bereitet vielen Betriebsinhabern schlaflose Nächte. Wir haben derzeit weder Preis- noch Liefersicherheit.“

Auswirkungen für die Kunden: Geduld und Flexibilität gefragt

Die aktuelle Marktlage zwingt die Dachdeckerbetriebe zu Maßnahmen, die für die Kunden spürbare Folgen haben: Fest zugesagte Termine müssen verstärkt verschoben werden, da Lieferverzögerungen den gesamten Bauzeitenplan aushebeln. Angebote können derzeit oft nur mit Tagespreisen oder einer extrem kurzen Bindefrist abgegeben werden, Preise sind aktuell nicht vorhersehbar. In Einzelfällen müssen Betriebe von Verträgen zurücktreten oder neue Aufträge vorerst ablehnen, um nicht in eine unkalkulierbare Kostenfalle zu tappen.

Appell an die Auftraggeber

„Wir setzen alles daran, die Aufträge unserer Kunden zuverlässig zu bearbeiten“, erklärt Stefan Raabe, Obermeister der Dachdecker-Innung Lippe. „Doch wenn die notwendigen Materialien fehlen, stoßen wir an klare Grenzen. Gerade jetzt sind wir in besonderem Maße auf Verständnis und Geduld seitens der Auftraggeber angewiesen. Umso wichtiger ist es uns, transparent zu informieren.“

Eine Entspannung der Lage wird erst erwartet, wenn die globalen Handelswege wieder zuverlässig funktionieren. Bis dahin setzen Innung und Kreishandwerkerschaft auf einen engen, transparenten Dialog zwischen Handwerkern, Lieferanten und Bauherren.

 

Foto: www.amh-online.de

Kategorie(n): Aktuelles,Aus dem Handwerk

Wer hat die schönste Fassade im Kreis Paderborn?

Maler- und Lackierer-Innung Paderborn kürt die Gewinner des aktuellen Fassadenwettbewerbs.

Wenn Handwerkskunst auf modernes Design trifft, gewinnt das gesamte Stadtbild: Die Maler- und Lackierer-Innung Paderborn hat im Rahmen ihres traditionsreichen Fassadenwettbewerbs jetzt wieder die besten, neu gestalteten Häuserfassaden des Jahres 2025 ausgezeichnet. Unter dem Leitgedanken „Farbe statt fade“ wurden Immobilien prämiert, die durch fachgerechte Ausführung und ein zukunftsweisendes Farbkonzept bestechen.

„Unser Motto müssen wir allerdings anpassen“, schmunzelt Obermeister Christoph Walecki. Denn eine knallige, bunte Farbgebung sei derzeit gar nicht modern. „Vielmehr war die Fassadengestaltung im Jahr 2025 von natürlichen, warmen und zurückhaltenden Tönen geprägt.“ Beliebt seien erdige Nuancen wie Beige, Sand, Ocker oder auch sanfte Grüntöne, die den Trend zu mehr Nachhaltigkeit und Kontextbezug in der Architektur unterstreichen. Gleichzeitig sorgen gezielt eingesetzte Farben – etwa an Eingängen oder Fensterrahmen – für individuelle Akzente, ohne die ruhige Gesamtwirkung zu stören. „Dies erfordert ein besonderes Gespür, einen guten Blick und eine perfekte handwerkliche Umsetzung, um die neu gestalteten Fassaden auf zurückhaltende Art und Weise optimal in Szene zu setzen“, so Walecki, dessen Betrieb in der Kategorie „Gewerblicher Wohnungsbau“ gewinnen konnte. Insgesamt zeige sich eine Entwicklung hin zu Fassaden, die sich farblich bewusst in ihre Umgebung einfügen und eine zeitlose, harmonische Ästhetik vermitteln.

„Dass sie auch diese Facette der Fassadengestaltung beherrschen, haben die teilnehmenden Innungsbetriebe hervorragend unter Beweis gestellt“, betont Aloys Buschkühl, stv. Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe.

Qualität durch den Meisterbetrieb

„Der Wettbewerb zeigt sehr gut, wie viel Fachwissen, Präzision und gestalterisches Gespür im Handwerk steckt und welche Qualität durch professionelle Ausführung erreicht werden kann“, betont Ansgar Traphan, der mit seinem Betrieb in der Kategorie „Neubau“ den ersten Platz belegen konnte. Entscheidend sei es, das Gebäude ganzheitlich in den Blick zu nehmen: „Wichtig ist die Beurteilung der Untergründe und eventueller Schäden. Eine Fassadenrenovierung und Gestaltung umfasst nicht nur das Streichen, Dämmen oder Verputzen. Es müssen auch alle anderen Flächen mit einbezogen werden, wie beispielsweise Fenster, Dachüberstände oder Stuckelemente“, weiß  Thomas Marotzke-Sprenger zu berichten. Sein Betrieb konnte mit der Fassadengestaltung eines Einfamilienhauses und eines historischen Gebäudes in gleich zwei Kategorien überzeugen.

Die prämierten Objekte zeichnen sich nicht nur optisch, sondern auch durch die technische Umsetzung aus. Besondere Herausforderungen bei den Gebäuden machen das Malerhandwerk anspruchsvoll und zugleich so reizvoll: „Die bestehende Bausubstanz stellte uns teilweise vor unerwartete Situationen, auf die wir flexibel reagieren mussten“, erinnert sich Elmar Kloke an die Arbeiten am Mehrfamilienhaus in Paderborn. Die Betriebe entpuppen sich dabei immer wieder als wahre Allround- und Organisationstalente: „Eine Herausforderung war definitiv die Witterung. Außerdem mussten wir den reibungslosen Ablauf unter den Gewerken rund um den Neueröffnungstermin des Gewerbegebäudes koordinieren“, blickt Wilma Kruse auf das Gewinnerobjekt ihres Betriebs zurück.

Mehrwert für alle

Eine professionell gestaltete Fassade sei dabei weit mehr als nur ein frischer Anstrich für ein einzelnes Objekt. „Gepflegte und farblich abgestimmte Straßenzüge steigern die Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden spürbar“, ist Buschkühl überzeugt. „Eine durchdachte Fassadengestaltung wirkt identitätsstiftend und wertet das Stadtbild nachhaltig auf. Da leisten unsere Innungsbetriebe einen wertvollen Beitrag zur gelebten Stadtpflege.“

Die Preisverleihung

Die feierliche Prämierung fand in gewohnt festlichem Rahmen statt, bei der die Hausbesitzer gemeinsam mit den ausführenden Malerbetrieben geehrt wurden. Neben den begehrten Fassadenschildern, die die Firma Strauswerk gesponsort hat, sowie einer Urkunde und einer Fotocollage mit professionellen Bildern ihres Hauses erhielten die Sieger zudem einen Essensgutschein.

 

Die Preisträger im Überblick:

Neubau: 33102 Paderborn, gestaltet durch Malerbetrieb Traphan GmbH, Paderborn

 

Einfamilienhaus: 33175 Bad Lippspringe, gestaltet durch Sprenger Maler-Fachbetrieb GmbH, Bad Lippspringe

 

Mehrfamilienhaus: 33102 Paderborn, gestaltet durch Kloke Malermeister GmbH & Co. KG, Paderborn

 

Historisches Gebäude: 33098 Paderborn, gestaltet durch Sprenger Maler-Fachbetrieb GmbH, Bad Lippspringe

 

Gewerblicher Wohnungsbau: 33100 Paderborn, gestaltet durch Maler u. Lackierer Walecki GmbH, Paderborn

 

Gewerbegebäude: 33106 Paderborn, gestaltet durch Kruse GmbH, Delbrück

Fotos: Dietmar Flach

Kategorie(n): Aus den Innungen

Unternehmerfrauen im Handwerk treffen Europaabgeordnete Mertens in Brüssel

Mit einer großen Delegation von 37 Teilnehmerinnen reisten die Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe jetzt nach Brüssel: im Rahmen eines zweitägigen Programms gewannen sie spannende Einblicke in die europäische Politik und die Arbeit des Europäischen Parlaments. Höhepunkt der Fahrt war der Besuch bei der CDU-Europaabgeordneten für Ostwestfalen-Lippe, Verena Mertens (MdEP).

Im Besucherzentrum des Europäischen Parlaments begrüßte Mertens die Gruppe und stellte ihre Arbeit vor. Dabei erläuterte sie unter anderem ihre Aufgaben als Vertreterin der Bürgerinnen und Bürger aus OWL, die Mitwirkung an der EU-Gesetzgebung sowie ihre Tätigkeit in den Ausschüssen. Zudem gab sie Einblicke in parlamentarische Abläufe, Abstimmungsverfahren und die Zusammenarbeit mit Rat und Kommission. Auch erhielten die Teilnehmerinnen einen exklusiven Einblick in den Plenarsaal. Gleichzeitig ermöglichte es ihnen der direkte Austausch, ihre Anliegen als Unternehmerfrauen im Handwerk einzubringen.

Neben dem politischen Programm kam auch der kulturelle Teil nicht zu kurz: Ein geführter Stadtrundgang, die Besichtigung des Atomiums sowie das gemeinsame Genießen belgischer Spezialitäten rundeten die Reise ab.

UFH-Vorsitzende Birgit Peters zog ein durchweg positives Fazit: „Der Ausflug war rundum gelungen und erfüllte unsere Erwartungen voll und ganz. Wir konnten viele interessante Impulse, Eindrücke und Informationen mitnehmen, uns dabei über wichtige Belange von uns Unternehmerfrauen austauschen. Als besonderes Highlight bleibt uns der Besuch des Europäischen Parlaments in langer Erinnerung.“

Auch der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe betonte die Bedeutung solcher Fahrten: „Der direkte Dialog mit politischen Entscheidungsträgern ist für das Handwerk von großer Bedeutung. Die Unternehmerfrauen haben hier exklusive Einblicke gewonnen und ihr Netzwerk gestärkt. Es ist uns wichtig, unseren Mitgliedern solche Highlights zu ermöglichen.“

 

Bildunterschrift: Die Unternehmerfrauen im Handwerk aus Lippe und Paderborn besuchten jetzt MdEP Verena Mertens (Mitte). Die Vorsitzende, Birgit Peters (3. v. re.) zog ein durchweg positives Fazit von der Reise.

 

Weitere Impressionen von der Reise gibt es in der Bildergalerie.

Kategorie(n): Frauen im Handwerk
Eröffnung Showroom

Ministerin Neubaur eröffnet neuen KI-Showroom für Handwerksbetriebe

Leuchtturmprojekt: KI- und Digitalisierungsanwendungen zum Ausprobieren und Ideen sammeln für das Handwerk in NRW

Im InnovationSPIN in Lemgo wurde jetzt der NRW-weit erste Showroom für Handwerksbetriebe rund um die Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) eingerichtet. Feierlich eröffnet wurde dieser von Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Showroom ist ein zentraler Baustein des Projekts KIDiHa – Künstliche Intelligenz und Digital-Offensive für das HANDwerk in NRW, ein gemeinsames Projekt der Fachhochschule des Mittelstands (FHM), des Lemgoer Fraunhofer IOSB-INA und der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe.

Mona Neubaur sagte: „Künstliche Intelligenz ist kein Zukunftsthema mehr, wir sind schon mittendrin. Sie ist entscheidender Wettbewerbsvorteil für das Handwerk von heute. Mit dem KI-Showroom in Lemgo werden Technologien greifbar und Anwendungen in der Praxis erklärt. Der Ausstellungsraum ist aber noch mehr: Ein Ort der dazu einlädt, KI nicht nur zu verstehen, sondern zu erleben. Denn die Zukunft des Handwerks entsteht jetzt – und wir haben die Chance, sie aktiv mitzugestalten.“

Im Showroom können Besucher verschiedenste KI-Anwendungen und Digitalisierungstools live erleben und ausprobieren. Die Ausstellung setzt auf greifbare Inhalte: Soft- und Hardware-Demonstratoren ermöglichen es den Handwerkern, konkrete Fragestellungen zu diskutieren, Anwendungen selbst zu testen und allgemeine Eindrücke zu sammeln. „Der Showroom ist in dieser Form einzigartig in unserer Region, ein echter Leuchtturm für das Handwerk“, freut sich Markus Rempe, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe. „Wir wollen Anregungen geben, begleiten, Impulse setzen. Unser Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen, Neugier zu wecken und ganz konkret zu zeigen, wie vielfältig und praxisnah die digitalen Helfer sind – und zwar für Handwerkbetriebe jeder Größe.“

Auch die im Projekt KIDiHa zusammen mit Handwerksbetrieben entwickelten Prototypen sowie die Ausstellung „Zukunft. Handwerk. NRW.“ sind im Showroom zu sehen. „Unser Projekt hat inzwischen handfeste Ergebnisse hervorgebracht“, berichtet KIDiHa-Projektleiter Prof. Dr. Klaus Schafmeister von der FHM. „Mit dem Showroom schaffen wir jetzt den Transfer in die breite Praxis zu den Handwerksbetrieben in OWL und ganz NRW.“ Gemeinsam mit Nissrin Heymann (Technologietransfer am Fraunhofer-Institut) und Yannic Stangier (Abteilungsleiter Innovation und Technologietransfer bei der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe) stellte er das Konzept des Showrooms bei der Eröffnungsveranstaltung vor.

Davon, dass KI und digitale Helfer für Handwerksbetriebe jeder Größe einen ganz konkreten Nutzen mit sich bringen, überzeugte sich auch Ministerin Neubaur bei ihrem Rundgang durch den Showroom.

Was erwartet die Besucher?

Die Besucher erwarten praktische Lösungen für das Handwerk, von der Angebotserstellung über Baustellendokumentation, KI-Assistenten und Chatbots bis hin zu digitalen Planungswerkzeugen – im Showroom werden die vielfältigen Möglichkeiten erlebbar gemacht. Ein Besuch lohnt sich für alle Handwerker und Betriebsinhaber, auch andere Interessierte sind willkommen. Termine zum Besuch des Showrooms können unter kidiha@kh-pl.de vereinbart werden, weitere Infos gibt es unter www.ki-di-ha.de/showroom/.

 

Bildunterschrift:
Mona Neubaur (stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Mitte) eröffnet gemeinsam mit (v. links) Markus Rempe (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe), Mickel Biere (Kreishandwerksmeister), Michael H. Lutter (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe), Prof. Dr. Anne Dreier (Rektorin der Fachhochschule des Mittelstands), Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite (Direktor des Fraunhofer IOSB-INA) und Yannic Stangier (Abteilungsleiter Innovation und Technologietransfer bei der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe) den NRW-weit ersten KI-Showroom für Handwerksbetriebe in Lemgo. (Foto: Dietmar Flach)

Weitere Impressionen von der Eröffnung des Showrooms gibt es in der Bildergalerie.

Kategorie(n): Aktuelles,Digitalisierung
DMB_Waldhoff, Schwede

Diamantener Meisterbrief für Willi Waldhoff und Hannes Schwede

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Innung des Kfz-Handwerks Paderborn-Höxter wurden Willi Waldhoff und Hannes Schwede für ihr 60-jähriges Meisterjubiläum geehrt. Überreicht wurden die Diamantenen Meisterbriefe von Obermeister Karsten Schmidt, Ehrenobermeister Dr. Klaus Seibert und Innungsgeschäftsführer Lothar Ebbers. „Ein 60-jähriges Meisterjubiläum ist etwas ganz Besonderes. Dass wir heute gleich zwei Jubilare ehren dürfen, freut uns sehr“, so Obermeister Karsten Schmidt.

Langjähriges ehrenamtliches Engagement

Sowohl Willi Waldhoff als auch Hannes Schwede haben sich viele Jahre für ihr Handwerk stark gemacht und sich ehrenamtlich in der Innung engagiert. Kfz-Meister Willi Waldhoff war von 1998 bis 2013 stellvertretender Obermeister und stellvertretender Delegierter zur Kreishandwerkerschaft und zum Landesinnungsverband. Viele Jahre war er zudem als stellvertretender Meisterbeisitzer im Gesellenprüfungsausschuss aktiv. Für sein besonderes ehrenamtliches Engagement erhielt er 2012 die Ehrennadel des Kfz-Verbands.

Ebenso kann Hannes Schwede auf eine beeindruckende Ehrenamtstätigkeit zurückblicken. 1981 wurde er zum stellvertretenden Obermeister der damaligen Mechaniker-Innung Paderborn gewählt. Von 1985 bis 2004 führte er die Innung anschließend als Obermeister. Zudem war er in dieser Zeit als Delegierter zur Kreishandwerkerschaft und zum Landesinnungsverbands tätig.

„Sie haben über viele Jahre hinweg Verantwortung getragen und sich mit großem persönlichem Einsatz für die Belange der Innung eingesetzt. Ein solches ehrenamtliches Engagement ist von unschätzbarem Wert für die Zukunft und den Zusammenhalt des Handwerks. Mit dem Diamantenen Meisterbrief würdigen wir die tiefe Verbundenheit und die langjährige Treue unserer beiden Jubilare zu ihrem Handwerk und zu unserer Innung“, betont Innungsgeschäftsführer Lothar Ebbers.

Zwei Meister mit eigenen Betrieben

Bereits ein Jahr nach seiner Meisterprüfung eröffnete Willi Waldhoff 1966 eine Tankstelle mit freier Werkstatt. 1978 errichtete er in Brakel einen Neubau und legte damit den Grundstein für das heutige Autohaus Waldhoff. Heute wird der Opel-Fachbetrieb von Sohn Frank Waldhoff geführt. Zweiradmechanikermeister Hannes Schwede übernahm mit seinem Bruder Dietmar das Fachgeschäft 2-Rad-Schwede in Paderborn von Vater Johannes Schwede. Auch heute sind die Brüder noch im Betrieb aktiv, der neben Fahrrädern und E-Bikes zudem Motorräder, Motoroller, Mofas und das passende Zubehör anbietet.

 

Bildunterschrift: Zu ihrem 60-jährigen Meisterjubiläum wurden Hannes Schwede (2. v. l.) und Willi Waldhoff (Mitte) mit dem Diamantenen Meisterbrief ausgezeichnet. Es gratulierten Ehrenobermeister Dr. Klaus Seibert (links), Obermeister Karsten Schmidt (2. v. r.) und Innungsgeschäftsführer Lothar Ebbers (rechts). (Foto: Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe)

Kategorie(n): Aus den Innungen,Ehrungen
Richter ElektroCom Jubiläum

25 Jahre Richter ElektroCom GmbH – 70 Jahre Handwerkstradition Richter

Gleich zwei Gründe zu feiern gab es beim Jubiläumsfest der Richter ElektroCom GmbH in Salzkotten am 1. April 2026: Neben dem 25-jährigen Bestehen von Richter ElektroCom blickt der Betrieb auf eine insgesamt 70-jährige Handwerkstradition zurück, die bis zur Gründung des Elektrobetriebes im Jahr 1956 reicht. Damit steht Richter heute für sieben Jahrzehnte technisches Know-how, handwerkliche Verlässlichkeit und stetige Weiterentwicklung. Das wurde jetzt im Kreise der Mitarbeiter und ihrer Familien sowie besonderen Gästen wie Firmengründer Paul Richter und Vertretern der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe sowie der Fachinnung Elektrotechnik Paderborn gefeiert.

Die Wurzeln des Unternehmens reichen zurück bis zum 10. Juni 1956. An diesem Tag gründete Elektromeister Paul Richter seinen Elektrobetrieb im Ortsteil Scharmede. Schon in den ersten Jahren entwickelte sich der Betrieb erfolgreich und wuchs kontinuierlich. Bereits 1958 und erneut 1963 wurde innerhalb von Scharmede umgezogen, um mehr Platz für Werkstatt und Betrieb zu schaffen.

Im Jahr 2001 begann ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte. Firmengründer Paul Richter verabschiedete sich in den Ruhestand und übergab die Geschäftsführung an Reimund Richter und Frank Nettelnbreker, der zuvor als Lehrling und Geselle bei Paul Richter tätig gewesen war. Im Laufe des Jahres kam Guido Woibel als weiterer Geschäftsführer hinzu. Mit dem Generationswechsel wurde der Betrieb in Richter ElektroCom GmbH umbenannt und zugleich strategisch neu ausgerichtet.

Die Verantwortlichen bauten das Unternehmen Schritt für Schritt zu einem modernen technischen Dienstleister aus. Heute beschäftigt das Unternehmen 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vereint mehrere Gewerke unter einem Dach: Elektrotechnik, Sanitär- und Heizungstechnik sowie IT-Systeme und bietet seinen Kunden ganzheitliche Lösungen rund um Gebäudetechnik und Energie aus einer Hand.

„Ein wichtiger Meilenstein in der jüngeren Unternehmensgeschichte war der Umzug im Juli 2013 in den Neubau An der Burg 10 in Salzkotten“, blickt Geschäftsführer Nettelnbreker zurück. Dort verfügt das Unternehmen über moderne Arbeits- und Lagerflächen sowie optimale Voraussetzungen für weiteres Wachstum.

Auch weiterhin besteht eine enge Verbundenheit zu Firmengründer Paul Richter. Im September 2025 überbrachte Hauptgeschäftsführer Michael H. Lutter von der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe  Firmengründer Richter den Ehrenmeisterbrief. „Sieben Jahrzehnte im Dienste des Elektro-Handwerks – das steht für unzählige geleistete Arbeitsstunden, für handwerkliche Präzision und das Schaffen von Werten, die Generationen überdauern“, würdigt er den jahrzehntelangen Einsatz des Handwerksmeisters.

Mit Blick auf die kommenden Jahre bleibt das Ziel klar: Kunden weiterhin verlässliche Techniklösungen aus einer Hand zu bieten und die Energiewende vor Ort aktiv mitzugestalten – ganz im Sinne der Werte, auf denen das Unternehmen seit 1956 aufbaut.

 

Bildunterschrift:
Lenken die Geschicke von Richter ElektroCom: Die Firmeneigner Reimund Richter (2. von links), Guido Woibel und Frank Nettelnbreker. Zum Firmenjubiläum gratulierte Innungsgeschäftsführer Lothar Ebbers (links) gemeinsam mit Obermeister Markus Schulte (2. von rechts) und Norbert Knaup (rechts, Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe). (Foto: Inga Nettelnbreker)

Kategorie(n): Aus den Innungen
KH Paderborn Lipp