Themen aus der Nachwuchsoffensive

Diskussion um Elterngeldreform: Kreishandwerkerschaft warnt vor zusätzlichen Personalengpässen

Die geplante Reform des Elterngeldes von Bundesfamilienministerin Karin Prien sorgt in den Handwerksbetrieben der Region für erhebliche Bedenken. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe. Insgesamt 151 Innungsbetriebe aus den Kreisen Paderborn und Lippe haben sich innerhalb von wenigen Tagen daran beteiligt, das Ergebnis ist deutlich: 75 Prozent der befragten Unternehmen bewerten den Reformentwurf als problematisch, 42 Prozent davon sogar als sehr problematisch. Für die Kreishandwerkerschaft ist damit klar: Die betrieblichen Auswirkungen auf Handwerk und Mittelstand müssen in der weiteren politischen Diskussion deutlich stärker berücksichtigt werden.

„Wir unterstützen selbstverständlich das Ziel, Familien eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zu ermöglichen. Politik muss aber gleichzeitig die Realität unserer Betriebe im Blick behalten“, betont Kreishandwerksmeister Mickel Biere. „Gerade im Handwerk können zusätzliche Ausfallzeiten einzelner Mitarbeiter nicht einfach aufgefangen werden – erst recht nicht dann, wenn diese nicht den Bedürfnissen der Familien folgen, sondern von der Politik aufgezwungen sind. Unsere Umfrage zeigt sehr deutlich, dass eine Umsetzung des Reformentwurfs für viele Betriebe eine weitere Belastung darstellen würde.“ Angesichts der derzeitigen Wirtschaftslage kein guter Weg, so Biere. Es brauche endlich Entlastung – neue Herausforderungen seien der völlig falsche Weg, um den Mittelstand in Schwung zu bringen.

Die Ergebnisse der Umfrage machen die Sorgen der Betriebe konkret.  66 Prozent der Betriebe wären nach ihren Angaben von einer längeren Elternzeit männlicher Beschäftigter sehr stark bzw. stark betroffen. Bei einer durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen von sieben Personen ist für Handwerksbetriebe selbst der Ausfall eines einzelnen Mitarbeiters nur schwer zu kompensieren. Werden es gleich mehrere pro Jahr, können die Folgen erheblich sein: insbesondere zusätzliche Personalengpässe, höhere Belastung der übrigen Beschäftigten, Verzögerung bei der Auftragsabwicklung sowie Schwierigkeiten bei der Einsatz- und Urlaubsplanung sind erwartete Folgen für den betrieblichen Alltag. Auch wirtschaftliche Auswirkungen werden befürchtet: 60 Prozent der Betriebe rechnen laut der Umfrage mit Umsatzeinbußen. „Nicht zuletzt laufen in jedem Betrieb die Fixkosten unverändert weiter – auch wenn während der Elternzeit keine Lohnkosten für den Betrieb entstehen“, betont Hauptgeschäftsführer Michael H. Lutter. Nur knapp zwölf Prozent der befragten Handwerker erwarten keine nennenswerten Auswirkungen auf ihr Unternehmen, sollte das Vorhaben umgesetzt werden.

„Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache“, betont Lutter. „Unsere Betriebe kämpfen bereits heute mit Fachkräfteengpässen bei gleichzeitig hoher Auslastung. Wenn zusätzliche Ausfallzeiten hinzukommen, trifft das kleine und mittlere Handwerksbetriebe unmittelbar – und die machen im Handwerk einen Großteil der Betriebe aus. Es geht darum, Personal angemessen besetzen, Termine einhalten und bestehende Aufträge erfüllen zu können.“

Die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe sieht sich ausdrücklich als Sprachrohr ihrer Mitgliedsbetriebe. Die Umfrage soll deshalb nicht nur eine Bestandsaufnahme sein: „Wir haben die Ergebnisse an die zuständige Bundesfamilienministerin Karin Prien geschickt, um deutlich zu machen, welche Folgen eine Umsetzung der geplanten Reform für die Wirtschaftskraft vor Ort haben kann“, so Lutter. Es sei unerlässlich, die Auswirkungen politischer Reformvorhaben auf kleine und mittlere Unternehmen zu berücksichtigen und die praktische Umsetzbarkeit zu prüfen. „Das kommt oft zu kurz“, weiß auch Biere. „Was in einem großen Unternehmen möglicherweise aufgefangen werden kann, stellt einen kleinen Handwerksbetrieb vor ganz andere Herausforderungen. Genau diese Perspektive wollen wir in die Diskussion einbringen.“

Hier geht es zu den Ergebnissen der Umfrage.

 

Hintergrundinfo:
Nach den bisherigen Plänen von Bundesfamilienministerin Karin Prien soll das Elterngeld künftig stärker auf eine partnerschaftliche Aufteilung der Betreuung ausgerichtet werden. In dem aktuellen Referentenentwurf ist ein 3+3+6-Modell vorgesehen: Beide Elternteile sollen jeweils mindestens drei Monate Elternzeit in Anspruch nehmen, während weitere sechs Monate flexibel zwischen den Eltern aufgeteilt werden können. Nur dann, können sie den größtmöglichen Satz an Elterngeld erhalten. Damit würde der bisherige Gestaltungsspielraum bei der Verteilung der Elternzeitmonate deutlich eingeschränkt. Für Arbeitgeber, insbesondere kleine und mittlere Betriebe mit begrenzten personellen Reserven, könnte dies zu zusätzlichen und längeren Mitarbeiterausfällen führen.

Kategorie(n): Aktuelles

Neue Auflage des KI-Index Handwerk.NRW startet: Handwerksbetriebe zur Teilnahme eingeladen

Wie nutzen Handwerksbetriebe in Nordrhein-Westfalen Künstliche Intelligenz? Welche Chancen sehen sie, welche Herausforderungen bestehen im Betriebsalltag und wie haben sich Einstellungen, Erfahrungen und Bedarfe in den vergangenen zwei Jahren verändert? Diesen Fragen widmet sich die zweite Auflage des KI-Index Handwerk.NRW.

Bereits 2024 wurde im Rahmen der ersten repräsentativen Befragung erhoben, welche Rolle KI im Handwerk spielt. Seitdem hat sich technologisch, gesellschaftlich und betrieblich viel bewegt: Neue Anwendungen sind entstanden, KI-Tools sind sichtbarer geworden und die Diskussion über ihren praktischen Nutzen hat weiter an Fahrt aufgenommen. Entsprechend wurde auch der Fragebogen für die neue Erhebung weiterentwickelt und an aktuelle Entwicklungen angepasst.

Das Projekt KIDiHa lädt Handwerksbetriebe aller Gewerbe herzlich ein, sich an der Befragung zu beteiligen. Neben den Betrieben, die direkt angeschrieben werden, können auch weitere interessierte Handwerksbetriebe über einen freien Teilnahmelink mitmachen: 

Hier gelangen Sie direkt zur Umfrage.

Jede Teilnahme bis zum 30.09.2026 hilft dabei, ein aktuelles und aussagekräftiges Bild davon zu gewinnen, wie KI im Handwerk heute wahrgenommen, genutzt und bewertet wird. 

Die Ergebnisse des KI-Index liefern wichtige Hinweise für Praxis, Beratung, Qualifizierung und politische Gestaltung. Sie zeigen, wo Betriebe bereits aktiv sind, wo Unterstützungsbedarf besteht und welche Entwicklungen für das Handwerk in NRW besonders relevant sind.

Weitere Informationen zur ersten Auflage des KI-Index Handwerk.NRW finden Sie hier.

Kategorie(n): Aktuelles,Digitalisierung
SMB Frank-Josef Volmari

Silberner Meisterbrief für Frank-Josef Volmari

Frank-Josef Volmari, Betriebsleiter der MAN Truck & Bus Deutschland GmbH, feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Meisterjubiläum. Aloys Buschkühl, stellvertretender Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, und Norbert Knaup, Geschäftsführer der Innung des Kfz-Handwerks Paderborn-Höxter, besuchten Volmari im Betrieb und überreichten ihm den Silbernen Meisterbrief.

2001 legte Frank-Josef Volmari seine Prüfung zum Kraftfahrzeugtechnikmeister sowie zum Kraftfahrzeugmechatroniker ab. Seit stolzen 45 Jahren ist er fester Bestandteil der MAN Truck & Bus Deutschland GmbH in Paderborn – zunächst als Monteur und seit 2004 als Betriebsleiter.

Die Kreishandwerkerschaft gratuliert herzlich zum Meisterjubiläum!

 

Bildunterschrift:
Norbert Knaup, Frank-Josef Volmari und Aloys Buschkühl bei der Überreichung des Silbernen Meisterbriefs.

Kategorie(n): Aus den Innungen
Steinmetz- und Bildhauer-Innung Fahrradtour

Fahrradtour der Steinmetz- und Bildhauer-Innung Paderborn-Lippe

Mit dem Fahrrad ging es für die Mitglieder der Steinmetz- und Bildhauer-Innung Paderborn-Lippe zum Flughafen Paderborn/Lippstadt. Dort erwartete sie eine spannende Führung, bei der sie einen Blick hinter die Kulissen des Flughafens werfen und die Start- und Landebahn aus nächster Nähe bestaunen konnten.

Den Tag ließen die Teilnehmer anschließend bei einem gemeinsamen Grillabend mit kühlen Getränken in gemütlicher Runde ausklingen. Fazit: Ein perfekter Ausflug mit interessanten Einblicken, guter Verpflegung und bester Stimmung.

Kategorie(n): Aus den Innungen

Tag des Handwerks erstmals in seiner Geschichte abgesagt

Es ist eine Entscheidung, die niemand leichtfertig getroffen hat: Der traditionell für Libori-Donnerstag geplante Tag des Handwerks in Paderborn musste aufgrund der angekündigten Unwettersituation abgesagt werden. Zum ersten Mal in der 62-jährigen Geschichte der traditionsreichen Veranstaltung konnte der große Feiertag des Handwerks nicht wie geplant stattfinden.

Die Stadt Paderborn hatte aufgrund der Wetterwarnung bereits entschieden, das Liborifest im Zeitraum von 14 bis 17.30 Uhr zu unterbrechen. Da der Tag des Handwerks genau in diesen Zeitraum fiel und der Veranstaltungsort im gleichen Gefahrenbereich lag, war eine Absage nach Einschätzung der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe die richtige Entscheidung.

Besonders bitter: Viele Gäste hatten sich bereits auf den Weg nach Paderborn gemacht, zum Beispiel auch Ministerpräsident Hendrik Wüst aus Düsseldorf, der diesjährige Festredner, sowie der Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertags aus Dortmund. Sie kehrten auf halber Strecke um.

„Natürlich ist unser Bedauern riesengroß. Der Tag des Handwerks ist für uns und für unsere Innungsbetriebe der große Feiertag des Jahres. Wir haben uns auf diesen Tag, auf die Begegnungen und auf die gemeinsame Würdigung dessen, was das Handwerk jeden Tag für unsere Region leistet, sehr gefreut“, betonte Kreishandwerksmeister Mickel Biere. „Gleichzeitig war angesichts der Warnstufe klar: Die Sicherheit der Menschen geht vor.“

„Wir standen mit vielen anderen gemeinsam vor einer Ausnahmesituation. Die Libori-Schausteller, das Erzbistum und viele weitere Akteure mussten ihre Veranstaltungen absagen. Das macht die Absage nicht weniger schmerzhaft, zeigt aber auch, dass die Entscheidung richtig war“, bekräftigt Hauptgeschäftsführer Michael H. Lutter.

Der Tag des Handwerks steht traditionell für die besondere Rolle des Handwerks in der Region. Handwerkerinnen und Handwerker sorgen dafür, dass Gebäude entstehen und instand gehalten werden, Fahrzeuge funktionieren, Energieversorgung und Technik gesichert sind, Lebensmittel hergestellt werden und zahlreiche Dienstleistungen unseren Alltag prägen. Sie bilden junge Menschen aus, schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze und tragen mit ihren Betrieben wesentlich zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stabilität der Region bei.

„Nach dem ersten Schreck – da brauchte ich ehrlich gesagt erstmal einen großen Schnaps – überwiegt für mich vor allem der Gedanke, dass wir jetzt nach vorne schauen müssen“, so Lutter. „Es hat den Tag des Handwerks schon unter schwierigsten Bedingungen gegeben. Selbst während der Corona-Pandemie ist er nicht ausgefallen, sondern wurde digital durchgeführt. Eine solche Absage hat es in der über 60-jährigen Geschichte des Tags des Handwerks tatsächlich noch nie gegeben.“

Die Kreishandwerkerschaft möchte es deshalb nicht bei einer Absage belassen. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen unseren Feiertag nicht einfach ausfallen lassen. Wir prüfen deshalb, ob wir den Tag des Handwerks, der ja traditionell an Libori stattfindet, im Zusammenhang mit Herbstlibori nachholen können“, sind sich Biere und Lutter einig.

Kategorie(n): Aktuelles

Frauen Union Lippe zu Gast bei der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe

Die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe durfte kürzlich die Frauen Union der CDU Lippe zu ihrer Mitgliederversammlung in ihren Räumlichkeiten begrüßen. Im Mittelpunkt des Abends stand neben den Vorstandswahlen der Frauen Union ein Austausch über die Bedeutung des Handwerks für die Region sowie die vielfältigen Aufgaben der Kreishandwerkerschaft.

Geschäftsführerin Andrea Hegerbekermeier stellte den Teilnehmerinnen die Struktur, Aufgaben und Ziele der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe vor. Sie erläuterte, wie die Organisation die Interessen von mehr als 1.800 Mitgliedsbetrieben des selbstständigen Handwerks und des handwerklichen Gewerbes in der Region vertritt und ihre Mitgliedsbetriebe in zahlreichen Bereichen unterstützt – unter anderem im Ausbildungsmanagement, in der Rechtsberatung sowie in den Bereichen Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit. Dabei hob sie insbesondere die enge Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt hervor, die das Handwerk in der Region prägt.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung bestätigten die anwesenden Mitglieder Birgit Tornau einstimmig als Vorsitzende der Frauen Union Lippe, Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge (Extertal) und Andrea Nolting (Dörentrup) wurden als Stellvertreterinnen gewählt. Gemeinsam mit ihrem neu gewählten Vorstand möchte sie sich auch in den kommenden zwei Jahren dafür einsetzen, mehr Frauen für politische Verantwortung zu gewinnen und ihre Beteiligung in Ämtern und Mandaten weiter zu stärken. „Frauen müssen gehört, ihre Ideen umgesetzt und ihre Ambitionen unterstützt werden“, betonte Tornau.

Einen weiteren inhaltlichen Impuls zum Thema „Wie der Staat jetzt handelt“ setzte die Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge mit einem Einblick in die aktuelle Bundespolitik. Das engagierte Frauen-Team fand eine Reihe konkreter Ansatzpunkte für die künftige Arbeit: „Wir werden nicht nachlassen familien- und frauenpolitische Bereiche zu thematisieren“, so Birgit Tornau.

Die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe freut sich, mit ihrer Arbeit einen Beitrag zum Dialog zwischen Handwerk, Politik und Gesellschaft leisten zu können und den Austausch mit politischen Akteurinnen und Akteuren der Region zu fördern.

Im Bild (v.l.): Kathryn Landwehrmeyer, Margit Monika Hahn, Bärbel Paetzold, Kerstin Vieregge, Andrea Nolting, Birgit Tornau, Andrea Hegerbekermeier, Svetlana Begemann, Dr. Ursula Herbort, Angelika Lindner und Irene Mühlenmeier

Kategorie(n): Aktuelles

Gemeinsam ehrenamtlich anpacken – Die Meinolf Peters Zimmerei aus Bad Lippspringe erhält den Zukunftspreis Handwerk OWL

Die Meinolf Peters Zimmerei und Sägewerk GmbH & Co. KG wird mit dem Zukunftspreis Handwerk OWL ausgezeichnet. Die Stiftung Zukunft Handwerk OWL würdigt damit das besondere Engagement der Zimmerei für eine lebendige Ehrenamtskultur und den Einsatz für gesellschaftliche Projekte in der Region. In diesem Jahr stehen Betriebe im Mittelpunkt, die sich selbst gesellschaftlich engagieren oder Strukturen schaffen, die eine Ehrenamtskultur im Betrieb ermöglichen.

Ob im Handwerk, im Kolping Musikverein, beim Kolping Karneval oder der Freiwilligen Feuerwehr, Mitarbeitende der Meinolf Peters Zimmerei und Sägewerk GmbH & Co. KG engagieren sich an unterschiedlichen Stellen. Der Betrieb unterstützt seine Mitarbeitenden durch flexible Arbeitszeitlösungen bei der Ausübung ihrer Ehrenämter. Denn die Inhaberfamilie Peters ist selbst im Handwerk und zivilgesellschaftlich aktiv engagiert und lebt eine vielfältige Ehrenamtskultur vor. Nominiert wurde der Betrieb von der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe: „Die Entscheidung, die Meinolf Peters Zimmerei und Sägewerk GmbH & Co. KG für den Zukunftspreis Handwerk OWL zu nominieren, ist uns ausgesprochen leicht gefallen“, betonte Hauptgeschäftsführer Michael H. Lutter. „Die Inhaberfamilie Peters steht seit vielen Jahren in besonderer Weise für gelebtes ehrenamtliches Engagement – sowohl innerhalb des Handwerks als auch weit darüber hinaus. Ob im Musikverein, der Kirche, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder in weiteren gesellschaftlichen Bereichen ihrer Stadt: Hier wird Verantwortung übernommen und vorgelebt. Dieses außergewöhnliche Engagement verdient höchste Anerkennung. Wir gratulieren Familie Peters und dem gesamten Team herzlich zur verdienten Auszeichnung mit dem Zukunftspreis Handwerk OWL.“

,,Mit Ihrem ehrenamtlichen Einsatz schenken Sie Zeit, Ideen und Tatkraft. Sie fördern Zusammenhalt, bewahren Traditionen, stärken das Handwerk und gestalten die Zukunft Ihrer Region aktiv mit. Damit sind Sie Vorbilder – für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für junge Menschen und für viele, die von Ihrem Engagement profitieren“, betonte auch Peter Eul, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Zukunft Handwerk OWL und Präsident der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, bei einem Betriebsbesuch. Dr. Jens Prager, Vorsitzender der Stiftung Zukunft Handwerk OWL und Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer OWL, ergänzte: „Als Gesellschaft dürfen wir den Einsatz der Ehrenamtlichen nicht als selbstverständlich betrachten, sondern als unverzichtbaren Teil unserer Demokratie. Die Meinolf Peters Zimmerei stärkt durch ihr vielfaltiges gesellschaftliches Engagement unsere Gemeinschaft als Ganzes.“

,,Unseren Leitspruch: , Wir sind Macher, wir möchten anpacken und etwas bewegen – für unser Handwerk, für unsere Region und unsere Gesellschaft‘ leben wir in der Firma und in der Familie. Für uns gehört ehrenamtliche Arbeit selbstverständlich mit dazu“, sagte Meinolf Peters. Bei dem Austausch am Unternehmensstandort sprachen Vertreterinnen und Vertreter des regionalen Handwerks, der Stiftung und des Unternehmens mit dem Bad Lippspringer Bürgermeister Ulrich Lange darüber, wie Betriebe freiwilliges Engagement im Alltag ermöglichen und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können. „Familie Peters sind echte Zukunftsmacher“, so der Bürgermeister. „Man merkt, wie jeder Einzelne hier im Ehrenamt aufgeht.“ So waren sich die Beteiligten einig, dass gesellschaftliches und demokratisches Engagement eine wichtige Stütze des Zusammenlebens sei. Ehrenamt beruhe auf Eigenverantwortung, könne aber durch verlässliche Unterstützung und gelebte Wertschätzung gestärkt werden. „Das schöne am Ehrenamt ist doch, dass man immer Menschen um sich hat, die das gleiche Ziel haben und gemeinsam an einem Strang ziehen“, brachte Birgit Peters ihre Leidenschaft für das Ehrenamt auf den Punkt. Gleichzeitig dankte sie ihrer Familie: Ohne die Unterstützung der Familie sei aktives Ehrenamt nicht möglich. Auch betonte sie: „Einen solchen Preis kann man nicht alleine gewinnen – nur mit vielen Wegbegleitern und Mitstreitern.“ 

Die Meinolf Peters Zimmerei und Sägewerk GmbH & Co. KG ist ein traditionsreicher Betrieb in Bad Lippspringe, der handwerkliche Kompetenz mit einem starken Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung verbindet. Neben seinem Engagement im eigenen Betrieb vertritt Meinolf Peters als stellvertretender Obermeister der Fachinnung Zimmerei und Holzbau Paderborn die Interessen seines Gewerkes. Darüber hinaus engagiert sich der Zimmerermeister in der Freiwilligen Feuerwehr, im örtlichen Schützenverein in Bad Lippspringe und ist langjähriges Mitglied im Kirchenvorstand. Auch seine Frau Birgit Peters ist im Handwerk organisiert. Seit 2020 ist sie Vorsitzende der Unternehmerfrauen im Handwerk in Paderborn. Zudem ist sie Gründungsmitglied des Kolping-Musikvereins in Bad Lippspringe und war von der Gründung bis zur Durchführung langjähriges Mitglied im Förderverein Landesgartenschau Bad Lippspringe e. V. Sohn Thorsten Peters knüpft an die ehrenamtliche Arbeit der Eltern an und unterstützt als Altgeselle die Fachinnung der Zimmerer. Alle drei Kinder der Familie – und auch schon einige Enkel – sind im Kolping-Musikverein aktiv.

Die feierliche Preisverleihung des Zukunftspreises Handwerk OWL findet am 20. Oktober 2026 in der Skylobby des Theaters in Gütersloh statt. Die Festrede hält der nordrhein-westfälische Minister des Inneren Herbert Reul.

Über die Stiftung Zukunft Handwerk OWL

Die Stiftung Zukunft Handwerk OWL setzt sich für die Zukunftsfähigkeit des Handwerks in Ostwestfalen-Lippe ein Sie fördert Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung sowie Kunst und Kultur im Handwerk und unterstützt innovative Projekte, die handwerkliche Prozesse verbessern, Wissenstransfer stärken und neue Perspektiver für die Branche schaffen. Im Fokus stehen zukunftsweisende Konzepte und Maßnahmen zur wirtschaftlichen und strukturellen Weiterentwicklung des regionalen Handwerks Die gemeinnützige Stiftung wurde auf Initiative der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld gegründet und wird von den vier Kreishandwerkerschaften in Ostwestfalen-Lippe getragen. Dazu gehört auch die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe.

Kategorie(n): Aus dem Handwerk

Maler- und Lackierer-Innung Lippe zeichnet die schönsten Häuserfassaden aus

Die Gewinner des Fassadenwettbewerbs 2025 der Maler- und Lackierer-Innung Lippe stehen fest. Mit der Auszeichnung würdigt die Innung jedes Jahr herausragende Fassadengestaltungen, die durch handwerkliche Qualität, gestalterisches Können und fachgerechte Ausführung überzeugen. Die Preisträger wurden jetzt im Rahmen einer Feierstunde im InnovationSPIN in Lemgo ausgezeichnet.

Unter dem Motto „Mut zur Farbe“ hatte die Innung zum zweiten Mal dazu aufgerufen, besonders gelungene Fassadenprojekte aus dem Kreis Lippe einzureichen. Doch wer dabei an kräftige Farbakzente denkt, liegt nach den aktuellen Gestaltungstrends nicht unbedingt richtig. Vielmehr ist die Fassadengestaltung im Jahr 2025 von natürlichen, warmen und zurückhaltenden Tönen geprägt. Beliebt sind erdige Nuancen wie Beige, Sand oder Ocker, die den Trend zu mehr Nachhaltigkeit und einem harmonischen Bezug zur Umgebung widerspiegeln. Gleichzeitig verleihen gezielt eingesetzte Farbakzente – beispielsweise an Eingängen oder Fensterrahmen – Gebäuden eine individuelle Note, ohne die ruhige Gesamtwirkung zu stören. „Dies erfordert ein besonderes Gespür, einen guten Blick und eine perfekte handwerkliche Umsetzung, um die neu gestalteten Fassaden auf zurückhaltende Art und Weise optimal in Szene zu setzen“, betont Obermeister Andreas Hempe.

Für die Jurymitglieder – Peter Zoernack, Inhaber der „Farbkonzepte für Gebautes“ in Dassel, Catrin Will von der Stadt Detmold und Künstlerin Gabriele Prasse vom Malwerk in Blomberg – stand jedoch nicht allein die optische Wirkung im Mittelpunkt. Viele der eingereichten Projekte verbanden eine gelungene Gestaltung mit einer fachgerechten Sanierung der Gebäudehülle. Gerade ältere Gebäude stellen Malerbetriebe dabei regelmäßig vor besondere technische Herausforderungen. Unterschiedliche Untergründe, denkmalpflegerische Anforderungen oder Schäden an der Bausubstanz verlangen neben gestalterischem Können ein hohes Maß an Fachwissen und Erfahrung. Die ausgezeichneten Fassaden überzeugten deshalb nicht nur durch ihre äußere Erscheinung, sondern ebenso durch die qualitativ hochwertige technische Umsetzung.

Erstmals wurde in diesem Jahr zudem eine freie Kategorie ausgeschrieben. Sie bot Raum für außergewöhnliche Objekte, die sich keiner klassischen Gebäudekategorie zuordnen lassen. „Die neue Kategorie ist bei den Betrieben sehr gut angekommen. Wir haben dadurch viele außergewöhnliche Gebäude gesehen, die sonst vermutlich gar nicht am Wettbewerb teilgenommen hätten“, freut sich Markus Rempe, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe. „Der Sieger ist die evangelisch reformierte Kirchengemeinde Leopoldshöhe – ein ganz besonderes Objekt und eine wirklich beeindruckende handwerkliche Leistung.“

Die diesjährigen Gewinner im Überblick:

  • Einfamilienhaus (Detmold): Malerbetrieb Eife, Detmold
  • Mehrfamilienhaus (Detmold): Andreas Hempe Maler- und Lackierermeister, Blomberg
  • Historisches Gebäude (Lemgo): Kramp & Kramp, Lemgo
  • Historisches Gebäude (Detmold): Malerbetrieb Eife, Detmold
  • Freie Kategorie (Leopoldshöhe): Andreas Hempe Maler- und Lackierermeister, Blomberg

Welcher Betrieb hinter welchem Objekt steckt, ist der Jury übrigens nicht bekannt. „Alle eingereichten Objekte werden anonym bewertet. Die Jury kennt während der Beurteilung weder den ausführenden Betrieb noch den Bauherrn. Nur so ist eine objektive und faire Bewertung gewährleistet“, betont Markus Rempe, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe. Die Kreishandwerkerschaft und Innung gratulieren allen Preisträgern herzlich zu ihrer Auszeichnung. Gleichzeitig gilt der Dank allen Meisterbetrieben, die mit ihren eingereichten Projekten eindrucksvoll gezeigt haben, auf welch hohem Niveau das Maler- und Lackiererhandwerk in Lippe arbeitet. Der Fassadenwettbewerb machte nun schon zum wiederholten Mal sichtbar, wie handwerkliche Qualität, technisches Know-how und gestalterische Kompetenz dazu beitragen, das Erscheinungsbild von Städten und Gemeinden nachhaltig aufzuwerten.

 

Bildunterschrift Titelbild: Freuen sich über die Auszeichnung (v. links): Jörg Schäfertöns (Lehrlingswart Maler- und Lackierer-Innung Lippe), Thomas Eife und Alexander Hahn (beide: Malerbetrieb Thomas Eife GmbH & Co. KG), Frank Budde (Gewinner Einfamilienhaus), Karin Linneweber (Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde), Rouven Steinbach und Claudia Moormann (beide: Kramp & Kramp), Marco Vliegen (Ev. ref. Kirchengemeinde Leopoldshöhe), Annika Helbig (Gewinnerin Mehrfamilienhaus), Gundula Huvendiek (Ev. ref. Kirchengemeinde Leopoldshöhe), Markus Rempe (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe), Andreas Hempe (Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung Lippe)

(Foto: Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe)

 

Die Preisträger im Überblick:

Einfamilienhaus: 32760 Detmold, gestaltet durch Thomas Eife GmbH & Co. KG, Detmold

Fassadenwettbewerb Lippe 2025 Einfamilienhaus

 

Mehrfamilienhaus: 32756 Detmold, gestaltet durch Andreas Hempe Maler- und Lackierermeister, Blomberg

Fassadenwettbewerb Lippe 2025 Mehrfamilienhaus

 

Historisches Gebäude: 32657 Lemgo, gestaltet durch Kramp & Kramp GmbH & Co. KG, Lemgo-Lieme

Fassadenwettbewerb Lippe 2025 Historisches Gebäude a

 

Historisches Gebäude: 32756 Detmold, gestaltet durch Thomas Eife GmbH & Co. KG, Detmold

Fassadenwettbewerb Lippe 2025 Historisches Gebäude b

 

Freie Kategorie: 33818 Leopoldshöhe, gestaltet durch Andreas Hempe Maler- und Lackierermeister, Blomberg

Fassadenwettbewerb Lippe 2025 Freie Kategorie

Fassadenwettbewerb Lippe 2025 Freie Kategorie

Fotos: Dietmar Flach

Kategorie(n): Aus den Innungen

Seifriz-Preis geht nach OWL: KIDiHa-Projekt ausgezeichnet

Große Anerkennung für ein gemeinsames Innovationsprojekt aus Ostwestfalen-Lippe: Die Paderborner Bildhauerei Diwo und das Fraunhofer Institut Lemgo wurden in dieser Woche im InnovationSPIN mit dem renommierten Seifriz-Preis ausgezeichnet. Prämiert wurde das im Rahmen des Projekts „KIDiHa – Künstliche Intelligenz und Digital-Offensive für das Handwerk in NRW“ entwickelte System „StoneCrackMon“, das handwerkliches Erfahrungswissen mit modernen KI-Technologien verbindet und so den Wissenstransfer in der Natursteinprüfung nachhaltig verbessert.

Der Seifriz-Preis zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen für erfolgreiche Kooperationen zwischen Handwerk und Wissenschaft in Deutschland. Er würdigt Projekte, die wissenschaftliche Erkenntnisse erfolgreich in die betriebliche Praxis überführen und damit konkrete Mehrwerte für das Handwerk schaffen.

Die Laudatio hielt Patrick Neumann, Chefredakteur des handwerk magazin. Dabei hob er insbesondere die beispielhafte Zusammenarbeit der Projektpartner hervor: „Heute feiern wir nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch eine gelungene Partnerschaft zwischen Tradition und Hightech, zwischen Handwerk und Wissenschaft.“ Jahrzehntelange Erfahrung in eine Form zu übertragen, die auch für nachfolgende Generationen verständlich und nutzbar sei, gelinge nur, wenn neue Wege gemeinsam gegangen würden. „Die Zusammenarbeit zwischen der Bildhauerei Diwo und dem Fraunhofer IOSB-INA ist ein Musterbeispiel für gelebten Wissenstransfer. Genau für solche Projekte ist der Seifritz-Preis gedacht – für Vorhaben, die mit Mut, Neugier und Tatkraft zeigen, wie fruchtbar die Verbindung von Handwerk und Wissenschaft sein kann.“

„Genau das ist auch der Grundgedanke des InnovationSPIN: Hürden zwischen Praxis, Wissenschaft und Bildung abzubauen. Ich freue mich sehr für die beiden Preisträger und gratuliere herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung“, betont Hauptgeschäftsführer Michael H. Lutter. Für die KIDiHa-Projektpartner ist die Auszeichnung zugleich eine Bestätigung ihres Innovationsansatzes. Gemeinsam arbeiten die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld, das Fraunhofer IOSB-INA und die Kreishandwerkerschaft daran, Künstliche Intelligenz praxisnah in Handwerksbetriebe zu bringen.

Auch Geschäftsführer Markus Rempe sieht den Erfolg als Beleg für den besonderen Ansatz des Projekts: „KIDiHa ist deshalb so wertvoll, weil alle Beteiligten von Beginn an auf Augenhöhe zusammengearbeitet haben und der Fokus auf die Bedarfe des Handwerks gerichtet ist.“ KIDiHa Projektleiter Prof. Dr. Klaus Schafmeister betont: „Der nächste Schritt besteht darin, aus technologischen Entwicklungen wie StoneCrackMon marktfähige Produkte zu generieren, damit auch andere Betriebe und die Wirtschaft profitieren können.“

KIDiHa – Künstliche Intelligenz und Digital-Offensive für das Handwerk in NRW

Entstanden ist „StoneCrackMon“ im Rahmen des Projekts KIDiHa – Künstliche Intelligenz und Digital-Offensive für das Handwerk in NRW. Projektpartner sind die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld sowie das Fraunhofer IOSB-INA in Lemgo. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, kleine und mittlere Handwerksbetriebe dabei zu unterstützen, die Potenziale von künstlicher Intelligenz praxisnah und niedrigschwellig für sich zu erschließen. Dazu werden aktuell unter anderem Bildungsformate entwickelt.  www.ki-di-ha.de

Bildunterschrift: Bei der Übergabe des Seifriz-Preises (v. links): Hauptgeschäftsführer Michael H. Lutter, Patrick Neumann (Chefredakteur handwerk magazin), Preisträger Michael Diwo, Hans Uwe Möller (Signal Iduna), Harry Fast (Fraunhofer Institut Lemgo) und Peter Eul (Präsident Handwerkskammer).

Kategorie(n): Aus dem Handwerk

Sommerausflug der Fachinnung Elektrotechnik Paderborn

Die Mitglieder der Fachinnung Elektrotechnik Paderborn verbrachten gemeinsam mit ihren Familien einen gelungenen Nachmittag im Erlebnispark Meiwes in Delbrück. Beim Fußballgolf standen Teamgeist, gute Laune und geselliges Miteinander im Mittelpunkt. Während sich die Kinder auf dem Outdoor-Spielplatz austobten, nutzten viele Erwachsene die Gelegenheit zum Austausch in entspannter Atmosphäre.

Den gelungenen Abschluss bildete ein gemeinsames Grillbuffet mit kühlen Getränken. Der Familiennachmittag bot den Mitgliedern die Möglichkeit, abseits des Berufsalltags Zeit miteinander zu verbringen und das Miteinander innerhalb der Innung zu stärken.

Kategorie(n): Aus den Innungen
KH Paderborn Lipp